Hausverbot erteilt

Jugendliche stören andere Gäste und werfen Bademeister ins Wasser

Ralf Strittmatter

Von Ralf Strittmatter

Do, 30. Juli 2020 um 16:55 Uhr

Badenweiler

Im Badenweiler Freibad musste die Polizei eingreifen: Eine Gruppe Jugendlicher belästigte andere Badegäste massiv und warf schließlich den Schwimmmeister ins Wasser.

Ein ungewöhnlicher Vorfall ereignete sich am Mittwochnachmittag im Sport- und Freizeitbad im Badenweiler Ortsteil Oberweiler, der mit einem Polizeieinsatz und Hausverboten endete. Eine Gruppe von etwa zehn Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Alter um die 18 Jahre aus Frankreich ist am Nachmittag gegen 15.30 Uhr auffällig geworden, wie Schwimmbadbetreiber Hans van der Vliet von der Event Bäder GmbH auf Nachfrage mitteilte: "Die Jugendlichen haben keine Regeln eingehalten, weder Abstand noch Coronaregeln im Becken." Dort ist zur Sicherheit der Badegäste die Schwimmrichtung vorgegeben. Die Jugendlichen seien stattdessen kreuz und quer durch das Becken geschwommen. Ein Badegast berichtete davon, dass die jungen Männern auch anderen Gästen beim Schwimmen in die Bahn gesprungen seien.

Im Raum steht der Vorwurf des Hausfriedensbruchs

Mehrfachen Aufforderung seitens des Schwimmbadpersonals, das Becken zu verlassen, seien die Unruhestifter nicht nachgekommen, stattdessen wurden sie frech. Das respektlose Verhalten der Gruppe gipfelte laut Schwimmbadbetreiber van der Vliet darin, dass die Jugendlichen handgreiflich wurden und den Schwimmmeister ins Wasser warfen: "Daraufhin mussten wir die Polizei rufen." Die Beamten haben die Personalien der Jugendlichen aufgenommen, der Betreiber erteilte ein Hausverbot. Die Polizei hat die Ermittlungen gegen die Gruppe aufgenommen, wie Florian Hutter von der Polizei Müllheim auf Nachfrage bestätigte. Im Raum stehe dabei der Vorwurf des Hausfriedensbruch, weil der Betreiber sein Hausrecht nicht durchsetzen konnte. Hinzu komme der Übergriff gegen den Schwimmmeister. Wie dieser zu bewerten ist, ob der Vorfall womöglich schon in Richtung Körperverletzung gehe, sei laut Hutter noch zu bewerten.