Freiburger Hauptbahnhof

Jugendlicher wird bei Wiwili-Brücke von Zug erfasst – Angehörige trauern bei den Gleisen

Fabian Vögtle

Von Fabian Vögtle

Sa, 16. Februar 2019 um 17:19 Uhr

Freiburg

In der Nacht auf Samstag ist ein 16-Jähriger tödlich verunglückt, als er die Bahngleise überquerte. Am Samstagnachmittag trauerten Angehörige am Hauptbahnhof, der Zugverkehr war beeinträchtigt.

Nach Angaben der Polizei wollte der in Freiburg wohnhafte Junge kurz vor 1.30 Uhr mit sechs weiteren Jugendlichen nach dem Besuch einer Bar im Stühlinger, die Bahngleise überqueren.

Laut Polizeisprecherin Laura Riske ist die Gruppe beim Hauptbahnhof auf Höhe der Wiwili-Brücke über die Gleise gelaufen, um in die Innenstadt zu gehen.

Lokführer löste noch die Notbremse aus

Der 16-Jährige lief dabei einige Meter hinter seinen Bekannten. Dabei bemerkte er den von Norden aus kommenden, ohne Halt am Hauptbahnhof durchfahrenden Zug, nicht. Trotz Notbremsung und Warnsignal konnte der Lokführer eine Kollision nicht mehr verhindern. Die Polizei geht nach ersten Ermittlungen nicht von einem Suizid aus.

Der Notarzt konnte nur noch den Tod des 16-Jährigen feststellen. Laut Riske wurden dessen Freunde noch vor Ort von Einsatzkräften betreut. "Die stehen natürlich unter Schock", sagte die Polizeisprecherin am Samstagmittag. Auch der Lokführer wurde in Freiburg betreut und von einem Kollegen ersetzt.

Familie und Freunde trauern am Gleis

Am Samstagnachmittag versammelten sich Dutzende Angehörige und Freunde des verstorbenen Jungen am Unfallort, um Abschied zu nehmen. Nach Angaben der Polizei hielten sich bis zu 100 Menschen am südlichen Ende des Bahnhofsbereichs auf, um zu trauern.

Der Zugverkehr war nach Angaben einer Bahnsprecherin wegen des Vorgangs zwischen 13.30 und 15.45 Uhr beeinträchtigt. Die Züge fuhren aus Sicherheitsgründen langsamer, es kam zu Verspätungen. Einige Personen sollen sich ganz nah an oder auf den Gleisen aufgehalten haben.

Die Kriminalpolizei hat weitere Ermittlungen zum konkreten Ablauf des tödlichen Unfalls übernommen.