Unternehmer vergrätzt

Junker sagt Gengenbach endgültig ab – Bürgermeister bedauert die entgangenen Steuereinnahmen und Arbeitsplätze

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

So, 07. März 2021 um 18:30 Uhr

Gengenbach

Unternehmer Erwin Junker zieht nach Helikopterstreit seinen Plan, ein Werk in Gengenbach zu bauen zurück. Das Rathaus kommentiert die nicht mehr ganz unerwartete Entscheidung mit Bedauern.

(BZ). Wie das Gengenbacher Rathaus mitteilt, hat sich die Firma Junker mit einer Mitteilung vom Freitag nun endgültig gegen eine Neuansiedlung in Gengenbach entschieden. Mit Bedauern kommentiert Bürgermeister Thorsten Erny, dass durch die Entscheidung, der Querelen um Junkers Wunsch nach einem Helikopterlandeplatz vorausgingen, der Stadt nicht nur zahlreiche neue Arbeitsplätze und zusätzliche, dringend benötigte Einnahmen entgehen. Auch ein richtungsweisender Schritt des Gengenbacher Gewerbes, der wirtschaftlichen Entwicklung der Stadt und ein Stück weit auch Ausbildungsplätze und technische Innovation bleiben damit vorerst aus, so Ernys Kommentar.

Es zeige sich zwar am "Gewerbepark Vorderes Kinzigtal" jenseits der Bahnlinie, dass man auch in diesen Zeiten erfolgreich Gewerbeansiedlungen nach Gengenbach bringen könne. Dennoch werde es in einer Nach-Corona Zeit nicht einfach werden, eine Firma mit ähnlich vielen neuen Arbeitsplätzen zu finden. Gerade in Zeiten in denen der Tourismus komplett und die Innenstadt zwangsweise zum Teil geschlossen sei, sei ein Mix aus Industrie, Arbeitsplätzen und Tourismus wichtig sei, um in der globalisierten Welt erfolgreich zu bestehen.