Karbatschen knallen im "Homeoffice"

Beate Zehnle-Lehmann

Von Beate Zehnle-Lehmann

Sa, 09. Januar 2021

Seelbach

In Seelbach werden heute die Schneller einzeln gefilmt.

Die Eulenzunft Seelbach hat sich im Lockdown Alternativen überlegt für ihre traditionelle Fasent. Am heutigen Samstag, 9. Januar, würde eigentlich um 11.11 Uhr das Fasentinschnelle mit den Karbatschenschnellern im Klostergarten stattfinden. Das alte Brauchtum zelebriert die Zunft seit 2007, dabei wird ein lange, aus Hanfseilen geflochtene Peitsche kraftaufwendig zu Boden geschlagen und erzeugt ein lautes Knallen. In diesem Jahr hält die Zunft das Zeremoniell als "Homeoffice" ab, wie sie augenzwinkernd ankündigt. Will heißen: Die Schneller schwingen die Karbatschen jeweils bei sich zuhause im Hof, Garten oder vor dem Haus.

Wie Oberzunftmeisterin Christiane Kupfer erklärt, werden die Schneller von ihren Angehörigen gefilmt und die einzelnen Aufnahmen werden zu einem kleinen Film zugeschnitten. "Wir wollen unsere Fasent zumindest in der möglichen Form ein bisschen aufleben lassen. Und das finde ich eine schöne Idee."

Ein weiteres Brauchtum ist die Fasenteröffnung mit dem Häsabstauben, bei dem die Eulenzunft auch die Aufnahme neuer Mitglieder ausrichtet. Dieses närrische Ritual, das mit dem Fasentausrufer beginnt, kann ab heute, Samstag, 19.11 Uhr, auf der Homepage verfolgt werden. Dafür wurden im Vorfeld Szenen aufgenommen, so Kupfer, in denen die Ausrufer und Zunfträte mit närrischen Sprüchen aufwarten.

Virtuelles Häsabstauben unter https://www.eulenzunft-seelbach.de unter Rubrik Aktuelles