Lenzkirch sagt Partnerschaftsfeier ab

Keine Reise in die Bretagne

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Mi, 07. April 2021 um 16:33 Uhr

Lenzkirch

Die Partnerschaftskomitees in Lenzkirch und in Jugon sind sich einig und sagen die verschobene Partnerschaftswoche in der Bretagne im kommenden August erneut ab.

Zum zweiten Mal muss die Partnerschaftswoche in Lenzkirchs Partnergemeinde Jugon abgesagt werden. Bereits die für August 2020 geplante Reise musste aufgrund der damaligen Corona-Situation auf 2021 verschoben werden. Aber die Pandemie sorgt im Hochschwarzwald und in der Bretagne auch weiter für Einschränkungen und eine nur wenig planbare nahe Zukunft. Deshalb haben die beiden Partnerschaftsvereine das Treffen jetzt erneut absagen müssen.

"Wir waren zu optimistisch" gesteht Ursula Harder, Vorsitzende der Jugon-Kommission in Lenzkirch ein. Zusammen mit dem Partnerschaftskomitee in Jugon sowie in Absprache mit den Bürgermeistern Andreas Graf und Eric Moisan ist nun das endgültige Aus für die Partnerschaftswoche im August beschlossen worden. Die Organisatoren sind sich einig, dass es zu viele Unsicherheiten gibt, als dass man risikolos reisen und feiern könnte. Weder in Frankreich noch in Deutschland wisse man, wann jeder geimpft sein wird. Wie hoch sind die Inzidenzen, welche Regionen sind Risikogebiete, wie viele Menschen dürfen sich treffen, darf Musik gemacht oder gesungen werden? "Eine Veranstaltung, die darauf abzielt, dass sich Menschen begegnen und besser kennenlernen, sollte nicht mit Abstand gefeiert werden", findet auch Claudine Hamon, Vorsitzende des Partnerschaftskomitees in Jugon.

Bereits nach der ersten Absage im vergangenen Jahr sagten einige Lenzkircher ihre Teilnahme an der Fahrt in die Bretagne ab. Gerade ältere Mitreisende scheuten das mögliche Risiko. Die Organisatoren haben Verständnis dafür. Ebenso schwierig ist es, Gastgeber zu finden, die bereit sind, Gäste bei sich aufzunehmen. "Es ist sonnenklar, dass am Anfang des Jahres niemand einen Urlaub für August plant, wenn er nicht weiß, ob die Reise überhaupt stattfinden kann. Dies gilt auch besonders für Musiker und Musikerinnen, die nicht einmal wissen, wann sie wieder proben dürfen", ergänzt Ursula Harder. Die beiden Komitees gehen nun wieder zurück auf Start. "Trotz allem schauen wir zuversichtlich in die Zukunft", versichert Ursula Harder abschließend.