Baden-Württemberg

Kreisimpfzentren im Südwesten schließen definitiv Ende September

Jonas Hirt

Von Jonas Hirt

Do, 22. Juli 2021 um 16:21 Uhr

Südwest

Bis 30. September wird noch in den Kreisimpfzentren in Baden-Württemberg geimpft. Dann werden die Einrichtungen geschlossen. Mobile Teams sollen aber weiterhin unterwegs sein.

Was sich angekündigt hat, steht nun fest: Der Betrieb der Kreisimpfzentren im Land wird noch bis Ende September laufen und dann eingestellt: "Wir werden ab 30.9. die Impfzentren nicht mehr als Impfzentren betreiben", sagte Gesundheitsminister Manfred Lucha am Mittwoch im Landtag. Der Bund werde sich nur noch bis dahin finanziell an den Impfzentren beteiligen, sagte der Minister.

Bis zum 15. September werde jeder Landesbewohner ein Impfangebot bekommen. Die mobilen Impfteams sollen aber weiterhin eingesetzt werden, heißt es aus dem Landessozialministerium auf Anfrage der Badischen Zeitung. Hintergrund sei die noch ausstehende Entscheidung der Ständigen Impfkommission (STIKO) zur Wiederauffrischung der Impfung (Drittimpfung).

Organisation der Mobilen Teams steht noch nicht fest

Sofern diese notwendig wird, werde man wieder zunächst die vulnerabelsten Gruppen impfen - sprich Bewohner von Pflegeheimen. Momentan sind die mobilen Teams noch an die Impfzentren angedockt. Das wird sich also nach dem 30. September ändern. Wie genau sich die Teams organisieren, ist laut dem Sozialministerium noch unklar.

Der Minister sagte aber im Landtag, dass die Auffrischungen wohl am 1. Oktober beginnen würden. Anfang Juli hatte das Sozialministerium bekannt gegeben, dass die Arbeit der 50 Kreisimpfzentren bis zum 30. September zu verlängern. Schon zu diesem Zeitpunkt stand für das Ministerium fest, dass ein verstärkter Übergang in die Regelversorgung durch niedergelassene Ärztinnen und Ärzte erfolgen werde.

Der erste Schritt dazu: Die Zentralen Impfzentren werden zum 15. August den Betrieb einstellen. Auch die mobilen Teams werden zu diesem Zeitpunkt reduziert, bis zum 30. September werden dann noch 18 Teams unterwegs sein.

Die Zentren sind bisher die Hauptsäule der Impfkampagne

Die neun Zentralen Impfzentren nahmen in Baden-Württemberg am 27. Dezember ihren Betrieb auf. Die rund 50 Kreisimpfzentren folgten am 22. Januar. Sie sind bislang die Hauptsäule der Impfkampagne. Die Hausarztpraxen sind nach Ostern flächendeckend in die Impfkampagne eingestiegen. Ab dem 7. Juni 2021 wurde die Impfpriorisierung in den Impfzentren aufgehoben. Seitdem können alle erwachsenen Personen unabhängig von Alter, Vorerkrankungen und Beruf ohne weitere Voraussetzungen einen Impftermin in einem Impfzentrum vereinbaren. Hausärztinnen und Hausärzte impfen bereits seit 17. Mai außerhalb der gesetzlichen Priorisierung. Seit Anfang Juni impfen auch Betriebsärzte flächendeckend.

Bis zum 18. Juli haben 56,4 Prozent der Baden-Württemberger eine Erstimpfung erhalten, 45,5 Prozent der Landesbewohner haben den vollen Impfschutz.


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