"Man muss sich selbst lieben"

Thomas Steiner

Von Thomas Steiner

Sa, 27. Oktober 2012

Kultur

BZ-INTERVIEW: Patricia Kaas über ihre Show "Kaas chante Piaf", das Künstlerleben und die Lieder.

s ist die Hommage einer großen Sängerin an eine andere große Sängerin: "Kaas chante Piaf" heißt die Bühnenshow, mit der Patricia Kaas ab November auf Welttournee geht. Die CD dazu erscheint nächsten Freitag, nächstes Frühjahr kommt Kaas mit der Show nach Baden-Baden. Eben dort bat sie jetzt schon zum Interview, in Brenner’s Parkhotel. Kaas’ Stimme hat auch beim Reden das berühmte raue Timbre. Ihrem Gesicht meint man, die viele Bühnenarbeit anzusehen. Oder ist sie müde, weil sie am Vormittag schon für Interviews in Frankfurt und Mainz war? Zwanzig Minuten dauert die Audienz, gerade genug für einige Fragen über sie und Edith Piaf, die Chansons und das Leben.

E
BZ: Frau Kaas, in Ihrer Autobiographie schreiben Sie, dass schon Ihre Mutter Sie wegen Ihrer kräftigen, tiefen Stimme mit der Piaf verglichen hat, als Sie als 13-Jährige Ihre ersten Auftritte in einem Saarbrücker Nachtclub namens Rumpelkammer hatten. Ist Ihre Show "Kaas chante Piaf" so etwas wie eine Rückkehr zu Ihren Anfängen?
Kaas: Nein. Ich sang damals nur ein oder zwei Lieder der Piaf. Wenn man samstagabends auftritt, singt man Klassiker, Lieder von Sinatra zum Beispiel. Als ich dann nach Paris kam und man mich mit Piaf verglichen hat, fragte ich mich, warum. Ich fand unsere Stimmen ganz verschieden. Und sie hatte ein anderes Leben als ich, zum Glück. Ich hatte Eltern, die zusammen waren, ein Dach über dem Kopf.

So ganz verschieden, wie Kaas es will, sind ihr Lebenslauf und der von Piaf nicht. Beide stammten aus einfachen Verhältnissen, Piaf war die Tochter eines Wanderartisten, Kaas die eines Bergmannes, beide haben sie als Kinder auf Jahrmärkten gesungen, Piaf dann auf den Straßen der Pariser Vororte, Kaas bei Gesangswettbewerben in Lothringen. Während Piaf ein Nomadenleben alleine mit ihrem Vater führte und zeitweise in einem Bordell lebte, in dem ihre Oma Köchin war, hatte Kaas eine behütete Kindheit mit sechs älteren Geschwistern und fürsorglichen ...

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