Kunst sorgt für schnelle Hilfe

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Fr, 19. Juli 2019

Lahr

Feierliche Amtsübergabe beim Lions Club Lahr-Ortenau / Kunst-Versteigerung läuft noch bis Anfang September.

LAHR (BZ). Alle zwölf Monate wählen die Lions Clubs einen neuen Präsidenten. So auch in der Lahrer Region: Der scheidende 41. Präsident des Clubs Lahr-Ortenau, Ulrich M. Kipper, hat seine Präsidentennadel jetzt an Achim Schlager überreicht. Eines von Kippers Projekten beschäftigt sich mit "schlafender Kunst" und läuft noch bis Anfang September.

Die Referenten, die Kipper zu den Clubabenden eingeladen hatte, bildeten ein breites Spektrum ab, so der Pressebericht des Clubs. Institutionen zur Förderung von Startups kamen genauso zu Wort wie die kommunale Arbeitsvermittlung. Der Vorsitzende der evangelischen Konferenz für Gefängnisseelsorge in Deutschland berichtete über seine Arbeit, ebenso wie ein Direktor der KfW, einer Bank, die jährlich Kredite in Milliardenhöhe mitvergibt. Die Natur wurde durch das Regierungspräsidium vertreten, das den Stand der Wiederansiedlung des Lachses im Rhein beleuchtete. Stellvertretend für die Technik und die damit verbundenen Herausforderungen wurde über autonomes Fahren informiert. Kipper zog ein positives Fazit seiner Amtszeit und dankte allen Beteiligten.

Zur Finanzierung ihrer Aktivitäten brauchen die Lions Geld. Ein Teil kommt durch die Beiträge der Mitglieder zusammen, ein anderer durch Aktionen. Kipper erprobte erstmals ein neues Format: den Verkauf von "schlafender Kunst". Unter dem Stichwort Art-Wake-Up, wurden Bilder gesammelt, die in Kellern und Dachböden vor sich hin träumten und per Ausstellung und Versteigerung zum Kauf angeboten. "Die Resonanz auf die Idee war sehr positiv" so Kipper, "innerhalb kurzer Zeit hatten wir mehr als 250 Bilder zusammen".

Ein Teil davon ist inzwischen verkauft, der andere Teil ist noch bis zum 5. September im Industriehof 6 in Lahr zu sehen. Für die Bilder kann per Smartphone-App geboten werden.

Die Erlöse aus Art-Wake-Up wird der Lions Club Club Lahr Ortenau für sein Projekt Grigora verwenden. Der Name kommt aus dem Griechischen und beschreibt einen Fonds, mit dem schnell und unbürokratisch geholfen werden soll. Wenn zum Beispiel die Waschmaschine kaputt ist, die Heizung steht oder der Strom abgestellt wurde. Es geht um Alltagsprobleme sozial schwacher Menschen, die rasch gelöst werden müssen. "Dafür fehlen aber oft flexibel einsetzbare Mittel, weil im Budget nicht vorgesehen" sagt Kipper, "Deshalb stellen wir der Diakonie den Fonds zur Verfügung mit dem schnell reagiert werden kann". Das Volumen pro Anfrage ist auf 500 Euro begrenzt und Grigora erwartet eine Rückzahlung im Rahmen des Möglichen. Zum Ende seiner Amtszeit wird der Fonds mit zunächst 10 000 Euro€ausgestattet und der Diakonie Lahr zur Verfügung gestellt.

Die Nachfolge von Ulrich Kipper tritt Architekt Achim Schlager an. Im zur Seite stehen Alfred Schütz im Amt des Sekretärs und Gregor Mildenberger im Amt des Schatzmeisters. Schlager hat ein abwechslungsreiches Programm zusammengestellt: Potenziale und Talente, werden vom Geschäftsführer der Startklar Lahr GmbH vorgestellt, ein Unternehmer aus der Gegend berichtet über seinen Weg zur Work-Life-Balance und Lust und Frust von Veränderung wird Gegenstand der Reflektionen einer Pfarrerin sein. Auch die Leiterin des China-Startup-Centers aus Lahr wird berichten.

Infos zur Kunstaktion unter http://www.art-wake-up.de