BZ-Interview

Kunststoff-Spuren in der Nahrung sind allgegenwärtig

Claudia Füßler

Von Claudia Füßler

Mo, 13. April 2015 um 06:42 Uhr

Gesundheit & Ernährung

Plastik im Essen, Chemikalien in Kosmetika, Weichmacher im Spielzeug: die große Hysterie scheint vorbei. Doch ist damit das Thema erledigt? Nein, sagt eine Expertin im Interview

Unser Leben würde ohne Chemikalien nicht funktionieren. Doch viele von den Stoffen, die in Verpackungen, Kosmetika und Alltagsgegenständen stecken, sind schädlich für unsere Gesundheit und die Umwelt. Claudia Füßler hat darüber mit Karin Michels gesprochen, die das Institut für Prävention und Tumorepidemiologie an der Universität Freiburg leitet und am Samstag, 18. April, einen öffentlichen Vortrag zum Thema hält.

BZ: Frau Professor Michels, die Themen Weichmacher und Umweltchemikalien geistern schon seit Jahren durch die Medien, doch die große Hysterie scheint vorbei. Gibt es angesichts dieser Vorgeschichte noch viel Neues zu erzählen?
Michels: Na klar, jede Menge, Sie werden staunen. Es stimmt, Weichmacher im Spielzeug waren ein großes Thema, davon hat jeder gehört, darauf achten Eltern jetzt. Doch es gibt ja unendlich viele Chemikalien. Die Forschung dazu läuft auf Hochtouren. Außerdem wollen sich immer mehr Bürger davor schützen und sind auf der Suche nach Informationen: Wie beeinflussen solche Chemikalien meine Gesundheit? Wo sind die drin? Wie kann ich sie vermeiden? Da haben wir immer mehr Erkenntnisse.

BZ: Zum Beispiel?
Michels: Das fängt schon ganz einfach an: Besonders verpönt – und das zu Recht – ist Plastik. Allerdings wissen viele nicht, dass das in Plastik so gefürchtete Bisphenol A auch in Lebensmitteln steckt, die aus der Dose kommen. Das steckt oft in der inneren Auskleidung der Konservendose. Aber wir reden hier nicht nur von der Tomatensuppe aus der Dose: Der Problemstoff wurde auch in Getränkedosen aus Aluminium nachgewiesen, also in Cola- oder Bierdosen. Wir reden von einer Chemikalie, die nicht nur zu Unfruchtbarkeit führen ...

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