Land unterstützt Kulturschaffende

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Mi, 21. Oktober 2020

Merzhausen

Zuschüsse für Projekte in Merzhausen und Ehrenkirchen.

(BZ). Ob Musik, Schauspiel, Kino oder bildende Kunst: Kultur soll im kleineren Rahmen auch während der Corona-Pandemie möglich sein. Für dieses Ziel setzt sich die grün-geführte Landesregierung mit dem Impulsprogramm "Kunst trotz Abstand" ein, wie die Landtagsabgeordnete Bärbl Mielich von den Grünen in einer Pressemitteilung informiert.

Von der zweiten von drei Förderrunden profitiert auch der Markgräfler Musikverband mit Sitz in Ehrenkirchen. Für sein Programm "Musik schwingt über Grenzen" erhält der Verein rund 50 000 Euro. 37 000 Euro erhält außerdem das "Shibui-Kollektiv" aus Merzhausen für sein Tanz- und Performance-Projekt "Second Body". Mielich freue sich, so die Mitteilung, dass in der zweiten Förderrunde auch zwei Kulturangebote im Kreis Breisgau-Hochschwarzwald profitieren. "Damit werden wir dem Anspruch gerecht, auch kleine Institutionen und Angebote im ländlichen Raum zu fördern."

In der aktuellen Förderrunde wurden 62 Projekte mit einem Volumen von 1,7 Millionen Euro ausgewählt. "Die Unterstützung der Kultur in diesen Zeiten ist enorm wichtig", wird Mielich in der Mitteilung zitiert. "Mir ist bewusst, dass es Kulturschaffende momentan nicht leicht haben. Es gelten Hygienestandards, die den Spielbetrieb, wie wir ihn in alter Form hatten, in dieser und auf absehbarer Zeit nicht möglich machen." Dennoch würden kulturelle Angebote gebraucht – auch in Zeiten von Corona. "Wir müssen diese schwierige Balance zwischen Gesundheitsschutz und öffentlichem kulturellem Leben hinbekommen." Genau das verfolge dieses Unterstützungsprogramm.

Gefördert werden künstlerische Darbietungen, die Entwicklung und Erprobung neuer Formate und künstlerische Konzepte, die trotz der derzeitigen Auflagen umgesetzt werden können. Antragsberechtigt sind Kultureinrichtungen sowie Vereine der Breitenkultur mit Sitz in Baden-Württemberg. Unter anderem sollen mit dem Zuschuss freiberufliche Künstler und Honorare für Chorleiter und Dirigenten bezahlt werden. Zu den Förderkriterien gehören künstlerische Qualität, Qualität der Zielgruppenansprache, der Beitrag des Projekts zur Positionierung und Neuausrichtung des Antragstellers sowie die Angemessenheit der Kosten, heißt es in der Pressemitteilung.