Weil am Rhein

Landesgartenschau-Gesellschaft hat 2023 keine Rücklagen mehr

Hannes Lauber

Von Hannes Lauber

Fr, 22. Mai 2020 um 08:29 Uhr

Weil am Rhein

Die Bilanz der LGS-Gesellschaft liegt vor. Die größte Sorge der Verantwortlichen ist, dass derzeit im Dreiländergarten überhaupt keine Veranstaltungen möglich sind. Die Zukunft ist ungewiss.

Die Landesgartenschau-Gesellschaft, die die Parkanlagen betreibt, die für die Landesgartenschau im Jahr 1999 entstanden sind, hat im vergangenen Jahr einen Verlust von 91.300 Euro gemacht. Das haben der kaufmännische Leiter Bürgermeister Koger und der technische Geschäftsführer Markus Indlekofer am Dienstag im Finanzausschuss mitgeteilt.

Mehr Sorgen als das letztjährige Ergebnis machte den Stadträten allerdings die aktuelle Entwicklung, da wegen der Corona-Krise derzeit im Dreiländergarten überhaupt keine Veranstaltungen möglich sind und somit auch keine Einnahmen erzielt werden können.

Keine Veranstaltungen im Dreiländergarten

Im vergangenen Jahr dagegen verliefen die Geschäfte in etwa im geplanten Rahmen. Lediglich eine Marktveranstaltung fiel aus, außerdem war das Mittelalterfestival nur einmal, statt wie in den Vorjahren zweimal zu Gast, was sich ebenfalls auf der Einnahmenseite nachteilig bemerkbar machte. Dennoch ist man mit dem Pflegezustand der Parkanlagen zufrieden. Der temporäre Einsatz einer Parkaufsicht habe sich bewährt, weil weniger Beschädigungen vorkamen. Er wird deshalb fortgesetzt. Sanierungsaufwand gab es auch im Hadid-Pavillon. Dort mussten Heizung und Lüftung modernisiert werden. Außerdem gab es erneut einen Wasserschaden.

Was die wirtschaftliche Situation der Gartenschaugesellschaft betrifft, hält die Geschäftsführung fest, dass die jährlich auflaufenden Verluste und Abschreibungen spätestens 2023 die Eigenkapitalreserven aufgebraucht haben werden und deshalb über die weitere Zukunft der Gesellschaft nachgedacht werden müsse. Denkbar sei einerseits eine Kapital- oder Rücklagenaufstockung durch die Stadt oder aber die Auflösung der Gesellschaft und die Überführung der Anlagen in das städtische Vermögen.