Dietenbach-Entscheid

Landwirte demonstrieren mit 90 Traktoren in der Freiburger Innenstadt

Fabian Vögtle

Von Fabian Vögtle

Sa, 16. Februar 2019 um 15:38 Uhr

Freiburg

Mit rund 90 Traktoren gegen den Bau des Stadtteils Dietenbach. Landwirte aus der Region haben am Samstagmittag bei einer Demonstration in Freiburg den Erhalt der landwirtschaftlichen Flächen gefordert.

Kurz vor 12 Uhr versammelten sich am Platz der Alten Synagoge knapp 100 Traktoren. Dicht hintereinander fuhren sie über den Rotteck-und Friedrichring teils hupend zum Europlatz und von dort aus über die Kaiser-Joseph-Straße und Bertoldstraße zurück zum Platz der Alten Synagoge.

Dort endete der genehmigte Aufzug, den der Badische Landwirtschaftliche Hauptverband (BLHV) unterstützte, gegen 13 Uhr mit einer Abschlusskundgebung an der knapp 400 Menschen teilnahmen.

Landwirte setzen Zeichen gegen Flächenverbrauch

"Das war eine super Stimmung, unsere Erwartungen wurden erfüllt", sagte der Winzer und stellvertretende BLHV-Vorsitzende im Kreis Freiburg Martin Linser als Vorreiter der Landwirte, die wegen des geplanten Stadtteils Dietenbach um ihre Felder fürchten.

Neben den direkt betroffenen Landwirten solidarisierten sich am Samstag auch Dutzende Ackerbauer aus der Region. Sie wollten mit der Schlepper-Demo ein Zeichen gegen den generellen Flächenverbrauch und den Verlust von Weiden und Äcker setzen.

Auch Dietenbach-Befürworter im Endspurt

Demo und Kundgebung verliefen laut Polizeisprecherin Laura Riske weitestgehend störungsfrei. Allein der Straßenbahnverkehr rund um den Bertoldsbrunnen war für circa eine Stunde unterbrochen.

Auf dem Platz der Alten Synagoge versammelten sich neben den von "BI pro Landwirtschaft und Wald" sowie der "Aktion Rettet Dietenbach" angeführten Gegnern auch mehrere Befürworter des geplanten Stadtteils. Zahlreiche Gemeinderatsfraktionen warben dort sowie in mehreren Stadtteilen an Infoständen für ein Nein beim Bürgerentscheid am 24. Februar und damit für den Bau von Dietenbach für rund 15 000 Menschen.