Leserbriefe

Robert Krais

Von Robert Krais (Ettenheim)

Do, 08. April 2021

Ettenheim

KLINIK-GESCHÄFTSFÜHRER
Rücktrittsforderung ist berechtigt
Zum Bericht über die Plakataktion gegen Klinikum-Geschäftsführer Christian Keller ("Klinik-Protest wird persönlich"/BZ vom 30. März) schreibt ein Leser aus Ettenheim.
Die Mahnwache am 26. März vor dem Ettenheimer Krankenhaus hat mich dazu bewogen, dem Landrat zur Zukunft der Häuser in Ettenheim und Oberkirch zu schreiben und Fragen zu stellen und seine Glaubwürdigkeit in Sache Krankenhausreform in Frage zu stellen.

Wie kann man seinen Vorschlägen einer künftigen Nutzung des Ettenheimer Krankenhauses mit der Option auf ein "Zentrum für Gesundheit" noch trauen, wenn er von seiner Zusage, dem Krankenhaus Ettenheim eine Frist von fünf Jahren zur Konsolidierung zu gewähren sowie den Neubau eines OP-Traktes zu gewähren, nichts mehr wissen will; wenn er in seinem Sparkonzept eine Reduktion von 119 Vollkräften anvisiert, während gleichzeitig Ettenheim zwischenzeitlich geschlossen wurde, da das Personal nach Lahr abgezogen wurde und in Lahr zwei Abteilungen mit 50 Betten wegen Personalmangel schon seit einem Jahr geschlossen sind; oder wenn das Ortenau-Klinikum der Fußchirurgie in Ettenheim keine langfristige Zusage geben konnte.

Jeder nach der Devise "Mensch vor Profit" lebende Mensch und auch die Gemeinderäte der umliegenden Orte empfinden das Vorgehen des Landrats als nicht bürgernah. Ganz offensichtlich aber kommt sein mit laufend falschen Versprechen getarntes Vorgehen (Kostenvorgabe für den Klinikneubau hat sich schon jetzt auf 1,23 Milliarden Euro verdoppelt; Kreisumlage würde nicht erhöht...) nicht aus seinem Herzen, sondern vom kalt und bürgerfern berechnenden Klinik-Geschäftsführer Christian Keller. Die Forderung seines Rücktrittes ist berechtigt.
Robert Krais, Ettenheim