Leserbriefe

Hans-Peter Kilz

Von Hans-Peter Kilz (Istein)

Fr, 30. Oktober 2020

Efringen-Kirchen

GESPERRTER WEG
Schon Franz von Apponex musste Weg frei lassen
Zu unserem Bericht "Wenn alte Wege plötzlich zu sind" über eine in Istein geschlossene Wegeverbindung, die über ein Privatgrundstück führt, (BZ vom 27. Oktober 2020) merkt ein Anwohner aus Istein an:

Im alten Ortskern von Istein gehören die Wege zu vielen privaten Grundstücken. Schon 1570 musste Franz von Apponex, der eine Mauer um sein Schenkenschlössle bauen lassen wollte, den Dorfbewohnern einen freien Durchgang vom Dorfkern zur Kirche für Kirchgänger und Prozessionen garantieren.

Sicherlich gab es auch in den vergangenen Jahrhunderten Probleme und Meinungsverschiedenheiten unter den Anwohnern, aber der freie Durchgang war noch nie in Frage gestellt worden. Jetzt hat ein Anwohner, der sich abends und nachts von Passanten gestört fühlte, durch eine hölzerne Trennwand eine Passage unmöglich gemacht. Auf Befragen gab er an, statt der Holzwand eine Tür anbringen zu wollen, die er morgens öffnen und abends schließen wolle. Da die kleinen Gässlein und Durchgänge mit den verblüffenden Ausblicken den Reiz des alten Innerdorfs ausmachen, müssen die Wege offen und für alle zugänglich bleiben. Das kann leider auch mit Beeinträchtigungen für die Anwohner verbunden sein. Es hat halt seinen Preis, wenn man in einer so schönen Gegend wohnen will.

Hans-Peter Kilz, Istein