Leserbriefe

Wolfgang Scharf (Grenzach-Wyhlen)

Von Wolfgang Scharf (Grenzach-Wyhlen)

Do, 02. April 2020

Grenzach-Wyhlen

AMPHIBIENSCHUTZ
Ohne Schutzzaun geht es nicht
Zum BZ-Beitrag über den Amphibienschutz in der Gemeinde Grenzach-Wyhlen schreibt dieser Leser:
Kröten/Frösche wandern nicht zum Talbach. Die Lebenserwartung eines Frosches kann zehn Jahre betragen. Der Talbach ist seit mehr als 30 Jahren kanalisiert. Da kennt kein Frosch mehr den Talbach. Was heute wandert, sind Tiere, die in Gartenteichen zwischen Bettinger Straße und Talstraße aufgewachsen sind.

Die Anlage von Laichplätzen im Hang wäre zu begrüßen. Da der Boden felsig und durchlässig sein soll, müsste man Wannen eingraben oder mit Teichfolien arbeiten. Vergessen sollte man nicht, dass diese Gewässer regelmäßig vor der Wanderung kontrolliert und gereinigt werden müssen.

Helfer von Februar bis Spätsommer

Außerdem ist davon auszugehen, dass immer wieder Wasser nachgefüllt werden muss, da es keine Quelle gibt, die Wasser spendet. Wer schleppt zehn Kilogramm Wasser für eine Laichstelle wöchentlich den Hang hinauf?

Da die Tiere, um zu laichen, zu ihrem Geburtsgewässer zurückkehren, muss die Wanderung unterbrochen werden. Dazu braucht es einen Krötenzaun. Wenn kein Krötenzaun aufgestellt werden kann, steht das Projekt auf sehr schwachen Füßen. Um eine vollständige Umsiedlung zu erreichen, muss ein Krötenzaun für zirka zehn Jahre lang installiert werden. Ich begrüße die Idee, sehe aber ihre Realisierung skeptisch, besonders, weil die Wanderung nicht unterbrochen wird. Es braucht helfende Personen, die von Anfang Februar bis in den Spätsommer aktiv sind.

Wolfgang Scharf, Grenzach-Wyhlen