Leserbriefe

Felix Karl Kromer (Bad Säckingen)

Von Felix Karl Kromer (Bad Säckingen)

Sa, 10. August 2019

Bad Säckingen

BERLINER KISSEN
Die objektive Sicherheit ist hoch
Zum Leserbrief "Eine trügerische, vermeintliche Sicherheit", BZ vom 7. August:
Sehr geehrter Herr Jöckel, wie Sie richtig in Ihrem Leserbrief festhalten, erfüllen die Berliner Kissen ihre wichtigste Aufgabe – nämlich die Reduktion der Fahrtgeschwindigkeit. Widersprechen muss ich Ihnen jedoch bezüglich Ihrer Äußerungen, dass es an ein Wunder grenzt, dass an dieser Stelle noch nicht mehr passiert ist. Das Gegenteil ist der Fall.

Die relativ unklare und auch ungewohnte Situation sowohl für Fußgänger als auch für Autofahrer führt dazu, dass alle Verkehrsteilnehmer vermehrt aufeinander aufpassen.

Die subjektiv durch die Verkehrsteilnehmer empfundene Sicherheit ist reduziert, die objektive Sicherheit jedoch hoch. Bezeichnenderweise ist es seit Einführung des Berliner Kissens vor den Beck-Arkaden der erste Zwischenfall. Das ist kein Wunschdenken von mir, sondern im Grundsatz das Prinzip des "Geteilten Raumes" (Shared Space), in dem niemand bevorrechtigt ist.

Je mehr Nutzer sich auf der gleichen Fläche bewegen, desto langsamer wird das Gesamtsystem, desto weniger Unfälle geschehen, der entsprechende technische Ausdruck dafür heißt "Sicherheit bei hohen Zahlen".

Wollte man "Shared Space" normgerecht einführen, müssten verschiedene bauliche Anpassungen im Bereich ausgangs der Steinbrückstraße im Übergang zu den Beck-Arkaden vorgenommen werden.

Diese wären ziemlich kostenintensiv, der jetzige Zustand bietet aber wie oben erwähnt, die gleiche hohe Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer.

Felix Karl Kromer, Bad Säckingen