Umbau

Lörracher Hospiz hat Übergangsquartier gefunden

Thomas Loisl Mink

Von Thomas Loisl Mink

Mo, 02. Mai 2022 um 08:02 Uhr

Lörrach

Das Lörracher Hospiz am Buck wird auf 14 Plätze erweitert. Die Gäste werden während der Bauzeit in Räumen der Wohnbau Lörrach betreut.

Die Erweiterung des Hospizes am Buck von sechs auf 14 Betten nimmt Gestalt an. Über einen Architekturwettbewerb wurde entschieden, es kann an die konkrete Planung gehen. Indessen hat der Förderkreis Hospiz am Buck auch in Corona-Zeiten gute Arbeit geleistet und viel zur Finanzierung des Hospizes und zur ehrenamtlichen Betreuung der Gäste beigetragen.

Im Blickpunkt

Wie der Vorsitzende des Förderkreises, Klauspeter Huck, bei der Mitgliederversammlung berichtete, sind Umbau und Erweiterung des Gebäudes genehmigt. Über vier Vorschläge von Architekturbüros entschied die Jury am Freitag. Nach der genauen Planung hoffe man auf eine schnelle und wohlwollende Behandlung des Bauantrags, sagte Huck an die Adresse von Oberbürgermeister Jörg Lutz. Auch das Problem eines Übergangsquartiers für die Hospizgäste während der Bauphase ist gelöst. Wie Thilo Spychalski, Geschäftsführer des St. Josefshauses in Herten, neben Caritas und Diakonie einer der Träger des Hospizes, berichtete, habe man gemeinsam mit der Wohnbau Lörrach eine Lösung gefunden. Auf dem Conrad-Areal baut die Wohnbau neue Wohnungen, darunter zwei Wohngemeinschaften für demente Menschen. Eine davon kann das Hospiz als Übergangsquartier in der Bauphase nutzen. "Das ist ideal", stellte Spychaliski fest.

Rückblick

Mit Heike Lechner fand man im Hospiz eine neue Mitarbeiterin für die psychosoziale Betreuung. Mit Elke Schreiber ist sie auch für die Betreuung der Ehrenamtliche zuständig. Erst seit dem Spätsommer 2021 ist wegen Corona die Hilfe Ehrenamtlicher wieder möglich. Zurzeit gibt es 14 für Sterbebegleitung im Hospiz, sieben pausieren und vier sind in Ausbildung. Für die Erweiterung des Hospizes werden wesentlich mehr Ehrenamtliche benötigt, sagte Huck. Das neue Angebot "Abschied am Lebensende" ergänzt das Trauercafé. Obwohl der Hospizladen vergangenes Jahr wegen der Pandemie fünf Monate lang geschlossen bleiben musste, gelang es im zweiten Halbjahr, normale Umsätze zu erwirtschaften, berichtete Andrea Berwanger. 24 Frauen arbeiten im Laden mit. Fast 120 000 Euro hat der Förderkreis im vergangenen Jahr eingenommen, davon rund 76 000 als Spenden, berichtete Anton Reize. Für 26 000 Euro wurden im Hospiz Dinge angeschafft, die die Krankenkassen nicht bezahlen. 65 000 Euro wurden zu den Rücklagen für die Hospiz-Erweiterung gelegt.

Termine

Am 14. Mai beteiligt sich der Förderkreis am Stettener Stadtteilfest in der Kaltenbach-Stiftung. Am 3. Juli soll wieder ein Benefizlauf auf dem Vita Parcours in Lörrach stattfinden.
Mitglieder: 1240.
Wahlen: Vorsitzender Klauspeter Huck, erste Kassiererin Sigrun Lachner (neu), zweiter Kassierer Anton Reize, Beisitzer Andrea Berwanger, Tilly Nothhelfer und Elke Schreiber.