Einblick

Lörracher Schulen öffnen ihre Türen für kommende Fünftklässler

Britta Wieschenkämper

Von Britta Wieschenkämper

So, 24. Februar 2019 um 17:00 Uhr

Lörrach

Informationstag: Die beiden Gymnasien und die Realschule auf dem Campus in Lörrach haben Viertklässlern und Eltern gezeigt, was sie erwartet.

Wie geht es nach der vierten Klasse weiter? Was erwartet Schüler in der Sekundarstufe, wenn sie ein Gymnasium oder die Realschule besuchen? Am Samstag informierten die drei Campus-Schulen Hans-Thoma- und Hebel-Gymnasium und die Theodor-Heuss-Realschule Viertklässler und ihre Eltern über die Angebote und Besonderheiten ihrer Schulen.

Das Hans-Thoma-Gymnasium

Das Hans-Thoma-Gymnasium (HTG) ist die größte Schule am Campus und hat ein sprachliches und naturwissenschaftliches Profil. In Schulführungen zeigten Lehrer interessierten Eltern und Schülern das Gebäude, Klassenräume und verschiedene Fachräume. Alle Klassenzimmer sind, so erfuhr man, mit einem Beamer ausgestattet. Schülern stehe außerdem ein PC-Raum offen, in dem sie die Computer zum selbständigen Lernen etwa von Vokabeln nutzen können, wie Karin Meßthaler sagte, Abteilungsleiterin der fünften und sechsten Klassen.

Von der fünften Klasse an haben Eltern die Wahl, ob ihr Kind mit Englisch oder mit Französisch als erste Fremdsprache beginnt. Die jeweils andere Fremdsprache kommt dann in der sechsten Klasse hinzu. Das HTG bietet zudem einen bilingualen Zug an, bei dem ab der fünften Klasse der Unterricht einiger Fächer in Englisch stattfindet.

Zweiter Schwerpunkt ist die mathematisch-naturwissenschaftliche Ausrichtung des Hans-Thoma-Gymnasiums. Von der fünften Klasse an haben alle Schüler Biologie und den Fächerverbund BNT (Biologie, Naturphänomene, Technik). In diesem Verbund geht es nicht nur um eine Vermittlung theoretischen Wissens, sondern auch um die praktische Anwendung und Versuche, wie Biolehrerin Johanna Watermann Kindern und Eltern erläuterte. Kinder hatten bei der Vorstellung des Fachs BNT auch gleich die Gelegenheit, selbst experimentell aktiv zu werden. "Wer an Naturwissenschaft interessiert ist, ist hier gut aufgehoben", so Meßthaler.

Das Hebel-Gymnasium

Auch am Hebel-Gymnasium kommen die naturwissenschaftlichen Fächer nicht zu kurz, wie beim "Gläsernen Unterricht" gezeigt wurde. Wie auch am HTG können Schüler ab der achten Klasse Naturwissenschaft und Technik (NWT) als Wahlpflichtfach nehmen. Das ist eine Mischung aus mathematisch-naturwissenschaftlichen Fächern. Schüler präsentierten am Infotag praktische Arbeiten, die sie im NWT erstellt haben, darunter ein Grammophon oder ein mechanischer Flipper und ein Getränkeautomat.

Schwerpunkt des Hebel-Gymnasiums ist aber die altsprachliche Ausrichtung. Ab der fünften Klassenstufe haben alle Schüler Lateinunterricht. Zusätzlich können sie ab der achten Klasse Griechisch lernen. Beim Gläsernen Unterricht hatten Viertklässler die Gelegenheit, eine Lateinstunde zu erleben. Lateinlehrerin Johanna Büchner führte die Schüler mit einer Asterix-Zeichnung in den Imperativ des Lateinischen ein. Die Probestunde habe sie bewusst mit einer Sprachanalyse gestaltet, damit die Viertklässler eine Vorstellung vom Lateinunterricht erhalten.

An die Siebtklässler richtete sich ein anderer "gläserner Unterricht". Sie konnten sich in einer Griechisch-Stunde eine erste Vorstellung dieser Fremdsprache machen. Ab der achten Klasse können Schüler Griechisch wählen, das Angebot kommt auch zustande, wenn nur wenige Schüler dies wahrnehmen möchten.

Die Theodor-Heuss-Realschule

Die Theodor-Heuss-Realschule informierte mit einem Schulfest über ihr Angebot. Eine Besonderheit ist die Bläserklasse in den Jahrgangsstufen fünf und sechs. Dort haben Kinder die Möglichkeit, in der Schule ein Blasinstrument zu lernen, Vorkenntnisse brauchen sie nicht. Schüler, die die Mittlere Reife in der Realschule erwerben, können danach eine gymnasiale Oberstufe besuchen und dort ebenfalls das Abitur machen.