Autozulieferer mit Werk in Südbaden

Mahle will die Kosten drücken

Bernd Kramer

Von Bernd Kramer

Mo, 25. März 2019 um 18:09 Uhr

Wirtschaft

Der Autozulieferer Mahle steht unter Druck: Jetzt sollen die Kosten gesenkt werden. Die Standorte werden unter die Lupe genommen.

Der Stuttgarter Autozulieferer Mahle will die Kosten senken. Das kündigte das Unternehmen am Montag an. Mahle ist von mehreren Seiten unter Druck geraten. Die Stuttgarter müssen neue Produkte für die E-Mobilität entwickeln, was viel Geld kostet. Die deutschen Autohersteller schwächeln – was sich bei Absatz und Umsatz bemerkbar macht. Insbesondere bei Produkten für den Diesel gibt es Rückgänge.

Deshalb habe man jetzt ein zusätzliches Programm zur Verringerung der Kosten gestartet. Bereits im vergangenen Jahr hatte Mahle angekündigt, die Profitabilität steigern zu wollen. Die Unternehmensleitung will die Sachkosten verringern, beim Einkauf sparen und auch die Ausgaben für das Personal verringern. Alle Standorte würden unter die Lupe genommen. Zahlen wurden nicht genannt. Betriebsbedingte Kündigungen sind allerdings in den deutschen Werken bis Ende 2019 ausgeschlossen.

Was dies für den südbadischen Mahle-Standort bedeuten wird, ist derzeit nicht abzusehen. In Zell im Wiesental arbeiteten zum Jahreswechsel 561 Menschen für Mahle. Sie stellen Ventiltechnik für Verbrennungsmotoren her.