Friesenheim-Oberweier

Mann soll Polizei mit Messer bedroht haben – Beamter schießt

BZ-Redaktion, Karl Kovacs

Von BZ-Redaktion & Karl Kovacs

Di, 28. Januar 2020 um 12:56 Uhr

Friesenheim

Durch einen Schuss der Polizei ist im Friesenheimer Ortsteil Oberweier ein Mann verletzt worden. Er soll versucht haben, Reifen zu zerstechen und mit einem Messer auf Beamte losgegangen sein.

Die Polizei hatte am Dienstagmorgen von einem Zeugen den Hinweis erhalten, dass in Oberweier ein Mann in der Römerstraße versuche, an einem Auto die Reifen zu zerstechen. Nach einer zunächst erfolglosen Suche nach dem Verdächtigen und einem weiteren Zeugenhinweis traf eine Polizeistreife um etwa 10.30 Uhr auf einen Mann, der mit einem Messer auf die Polizeibeamten losging, so die Polizei in ihrem Bericht. "Dabei kam es zu einer Schussabgabe seitens der Polizei", so der Bericht weiter. Der Mann wurde dadurch am Bein verletzt und musste in eine Klinik gebracht werden. Die Beamten wurden nicht verletzt.

Keine Angaben wegen laufender Ermittlung

Angaben zum konkreten Fall möchte die Polizei in Offenburg nicht machen. Grund sind laut einem Sprecher die laufenden Ermittlungen. Wann Beamte Gewalt gegenüber Menschen anwenden dürfen – also auch durch Schusswaffen – ist im Polizeigesetz des Landes Baden-Württemberg (§§53, 54) geregelt. Zusätzlich könne das sogenannte Notwehrrecht zur Anwendung kommen, das nicht im Polizeigesetzbuch steht, heißt es aus Offenburg.

Bei der Polizei wird laut dem Sprecher jeglicher Schusswaffengebrauch von der Kriminalpolizei untersucht. So auch im vorliegenden Fall.

Für Beamtinnen und Beamte, die geschossen haben, gibt es bei der Polizei verschiedene Hilfsangebote. Auch externe Hilfe könne angefordert werden.
Weitere Informationen zum Polizeigesetz gibt es hier.