Genveränderte Männchen

Mit Gentechnik soll in Florida die Gelbfiebermücke bekämpft werden

Juliette Irmer

Von Juliette Irmer

Sa, 10. Oktober 2020 um 10:47 Uhr

Bildung & Wissen

BZ-Plus Für Stechmücken ist Florida ein Paradies. Mit Hilfe von 750 Millionen genveränderten Mücken-Männchen soll nun die aus den Tropen eingewanderte Gelbfiebermücke dezimiert werden.

Nicht nur Touristen lieben den "Sunshine State". Auch für Stechmücken ist Florida ein Paradies, dank seines ganzjährig warmen und feuchten Klimas. Seit jeher leiden die Einwohner unter den Plagegeistern. Allerdings vermehrt sich dort nun auch die aus den Tropen eingewanderte Gelbfiebermücke Aedes aegypti prächtig, und die ist mehr als nur lästig, denn sie kann Viruserkrankungen wie Gelbfieber, Zika, Chikungunya und Denguefieber übertragen.
Gegen diese mitunter tödlichen Infektionen gibt es keine Medikamente, man kann nur versuchen, ihre Symptome zu lindern. Um Krankheitsausbrüche zu verhindern, werden nicht nur in Florida seit Jahrzehnten regelmäßig Insektizide gesprüht, um die Mückenpopulationen in Schach zu halten. Trotzdem kommt es immer wieder zu Krankheitsübertragungen, so verzeichnet Florida für das laufende Jahr 54 Dengue-Fälle.
"Die Resistenzen gegen Insektizide nehmen bei zahlreichen Mückenarten weltweit zu. Manche Arten sind mittlerweile multiresistent." Marc Schetelig "Die Resistenzen gegen Insektizide nehmen bei zahlreichen Mückenarten weltweit zu. Manche Arten sind mittlerweile multiresistent", erklärt Marc Schetelig vom Institut für Insektenbiotechnologie der Universität Gießen. Hinzu kommen ökologische Bedenken, da der weit verbreitete Einsatz synthetischer Insektizide wie Pyretroide und Organophosphate mit dem weltweiten Rückgang von Insekten in Verbindung gebracht wird.
Umstrittenes Experiment
Vor diesem ...

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