Tötungsdelikt in Basel

Mutmaßliche Messerstecherin kannte ihr siebenjähriges Opfer nicht

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Fr, 22. März 2019 um 12:46 Uhr

Basel

Die 75 Jahre alte Frau soll das Kind auf der Straße angegriffen und die Tat anschließend gestanden haben. Ungeklärt ist noch das Motiv. Die Familie des Jungen stammt aus dem Kosovo.

Die bisherigen Ermittlungen der zwischenzeitlich eingesetzten Sonderkommission ergaben, dass eine Passantin das auf dem Trottoir liegende, schwer verletzte Kind sah und sofort zu Hilfe eilte, teilte die Basler Staatsanwaltschaft am Freitag mit. Weitere Passantinnen und die zufällig vorbeifahrende Lehrerin des sieben jährigen Schülers versuchten bis zum Eintreffen der Rettungsdienste zu helfen.

Die mutmaßliche Täterin entfernte sich der Staatsanwaltschaft zufolge in Richtung Schützenmattpark und teilte mittels SMS mehreren Personen und Institutionen mit, dass sie ein Kind niedergestochen habe. Anschließend stellte sie sich bei der Staatsanwaltschaft.

Zweifel an der Schuldfähigkeit der Tatverdächtigen

Weitere Abklärungen ergaben, dass die in Basel wohnhafte 75-Jährige weder das Kind noch dessen Familie, welche aus dem Kosovo stammt, kannte. Die Untersuchungen des Instituts für Rechtsmedizin ergaben, dass die Frau dem 7-Jährigen mit einem Messer eine schwere Stichverletzung am Hals zugefügt hatte.

Die Staatsanwaltschaft wird beim Zwangsmaßnahmengericht Untersuchungshaft beantragen. Das Motiv der Tat ist noch nicht geklärt.

Aufgrund der ersten Erkenntnisse bestehen jedoch Zweifel an der Schuldfähigkeit der Beschuldigten, schreibt die Staatsanwaltschaft. Sie wird deshalb psychiatrisch begutachtet.

Der genaue Tathergang ist nach wie vor Gegenstand der Ermittlungen der Kriminalpolizei. Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit der Kriminalpolizei der Staatsanwaltschaft Basel-Stadt, Telefon 004161/267 71 11, oder mit der nächsten Polizeiwache in Verbindung zu setzen.