Österreich

Nach dem Rücktritt von Strache bleiben einige Fragen offen

Adelheid Wölfl

Von Adelheid Wölfl

Sa, 18. Mai 2019 um 17:59 Uhr

Ausland

BZ-Plus Das Ende von "Bumsti": Heinz Christian Strache tritt zurück, nachdem ein Video veröffentlicht worden war. Dieses zeigt unter anderem, wie er über die Kontrolle seiner Partei über Medien philosophiert.

"Wennst a jetzt fluachst a, am besten suachst da, a gscheite Oabeit, Bumsti ciao, Bumsti ciao, ciao, ciao, ciao…" Die Gebrüder Moped, ein Satiriker-Team ist aus Österreich, haben bereits einen Abgesang nach der Melodie von "Bella ciao" auf Heinz Christian Strache gedichtet, der auf Youtube zu sehen ist. Strache wird in Österreich von manchen "Bumsti" genannt, während Sebastian Kurz daneben als "Basti" bezeichnet wird.

Strache tritt nach Video-Affäre zurück
Basti und Bumsti sind nun als Regierungsteam Geschichte. Mit viel Selbstmitleid und Anschuldigungen gegen andere, trat der Vizekanzler und FPÖ-Chef am Samstag um kurz nach elf Uhr von allen seinen Funktionen zurück. Denn die Süddeutsche Zeitung und der Spiegel hatten am Vortag Auszüge aus einem sechsstündigen Video gebracht, die belegten, dass Strache im Juli 2017, Pläne verfolgte, die Kronenzeitung und den ORF unter mehr Kontrolle der FPÖ zu bringen und staatliche Aufträge - wenn er Vizekanzler wird - an jene Unternehmen zu geben, die der FPÖ illegale Parteispenden über Vereine zuschanzen würden.
Kommentar: Der ORF kann sich nun sicherer fühlen
Das Video ist ein "Sittengemälde" der österreichischen rechtspopulistischen Partei, die seit 1986 einen Erfolg nach dem anderen einfährt. Es entlarvt, die eigentlichen Interessen von Strache und seinen inneren Motivationen: Kontrolle über Medien, sowie Geld und Macht. Statt sich sofort zu entschuldigen, sprach er bei dem Pressestatement über "dirty campaigning" und Wahlbeeinflussung aus dem Ausland - gemeint ist Deutschland - "um mich ...

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