40 Jahre Radikalenerlass

Werner Siebler: Der rote Briefträger fordert Rehabilitierung

Franz Schmider

Von Franz Schmider

Mi, 25. Januar 2012

Deutschland

Er stammt vom Tuniberg, wo - wie er sagt - "selbst ein Sozialdemokrat bereits hochgradig verdächtig war": Werner Siebler war Anfang der 70er Jahre ein Opfer des Berufsverbots. Wie geht es ihm heute?

Er serviert den Kaffee in einer roten Tasse. Wie es sich gehört, möchte man meinen. "Wo Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht", ist aufgedruckt. Zufall, sagt Werner Siebler. Er habe nur einfach eine Kaffeetasse aus dem Sammelsurium in seinem Schrank genommen, in seinem Haushalt gebe es kein Service. Schon gut. Zumal der Spruch ja ganz gut zu Werner Siebler und seiner Geschichte passt.

Es gab Jahre, da setzte die Nennung des Namens Werner Siebler in Baden-Württemberg und besonders in Freiburg, eine Kette von Assoziationen in Bewegung: Briefträger, DKP, Berufsverbot, Solidaritätsdemos und ein Staat, der seinen eigenen Bürgern misstraut. Ein Plakat aus jenen Jahren zeigt einen Mann mit Schnauzbart und Geheimratsecken, einen Briefträger mit ...

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