Netflix und Kino

Alfonso Cuaróns Oscarkandidat "Roma" gerät zwischen die Fronten

Martin Schwickert

Von Martin Schwickert

Do, 13. Dezember 2018 um 19:30 Uhr

Kino

Zwischen den Fronten eines Kulturkampfs: Der Streaminganbieter Netflix hat Alfonso Cuaróns Meisterwerk "Roma" möglich gemacht. Im Kino ist der Oscar-Anwärter aber kaum zu sehen.

Mit dem Wort sollte man vorsichtig umgehen. Aber für diesen Film kann es keine andere Bezeichnung geben: Alfonso Cuaróns "Roma" ist ein Meisterwerk. Ein großer Glücksmoment des Kinos. Ein Film, der mit seinem ruhigen erzählerischem Atem und der konzentrierten Visualität den ganzen Saal einnimmt. Kein rauschhaftes 3D-Kino-Erlebnis, sondern ein Werk, das auf sanfte, eindringliche Weise tief berührt. Im Zentrum des Geschehens steht nicht eine schwarzlederne Superhelden-Gestalt, sondern eine indigene jungen Frau, die in Mexiko-Stadt der 70er als Haushälterin für eine Mittelschichtsfamilie arbeitet. "Roma" ist Cuaróns cineastische Liebeserklärung an das Kindermädchen, das ihn groß zog.

Zurecht wurde das Werk beim Filmfestival in Venedig mit dem ...

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