Literatur

Von der Angst des Schriftstellers vor dem ersten Satz

Uwe Pörksen

Von Uwe Pörksen

Sa, 06. Oktober 2001 um 00:00 Uhr

Literatur & Vorträge

"Den Düwel ook, c'est la question". Der erste Satz in einem guten Roman ist so wichtig wie auf einem Gemälde der erste Pinselstrich. Oft fliehen die Schriftsteller deshalb vor dem ersten Satz ihres Romans.

Der erste Satz in einem guten Roman ist so wichtig wie auf einem Gemälde der erste Pinselstrich. Er bestimmt den Gesamtklang, enthält schon den Tonfall des Ganzen. Darum haben Autoren oft diese Angst vor dem weißen Blatt. Sie laufen vor ihm davon, spazieren durch die Wälder, kochen sich etwas, kaufen in der Stadt einen ganz unsinnigen Gegenstand. Es ist die Schwierigkeit, mit dem ersten Satz auf einmal ganz da sein zu müssen. Wilhelm Raabe hat seinen "Federansetzungstag" zeitlebens wie einen Geburtstag gefeiert.

"Was ist das. - Was - ist das . . ."

"Je, den Düwel ook, c'est la question, ma très chère demoiselle!"

Die Buddenbrooks beginnen viersprachig, mit einer Frage, die wiederholt wird, und einer ...

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