Mammutveranstaltung

Expo Schanghai: Weltmarkt der Eitelkeiten

Bernhard Bartsch

Von Bernhard Bartsch

Fr, 30. April 2010

Panorama

China präsentiert die größte Expo aller Zeiten. Unser Korrespondent Bernhard Bartsch hat sich schon vor Beginn auf dem Gelände umgeschaut - selbst im streng geheimen Pavillon des Gastgebers.

Bei den Rumänen übt ein Blasorchester, die Holländer arrangieren Keramikschafe. Japan simuliert einen Feueralarm, in Marokko werden Türen geschnitzt, pakistanische Teppichhändler packen ihre Waren aus. Die Kasachen probieren traditionelle Trachten an, die Österreicher putzen Fliesen und die Schweizer erklären chinesischen Kellnern, was ein Rösti ist. Die USA bekommen Besuch vom Schanghaier Bürgermeister und die Neuseeländer suchen fieberhaft nach einem neuen "L" für ihren Namenszug, weil das alte zerbrochen am Boden liegt.
Zwei Tage vor der Eröffnung geht es auf dem Gelände der Schanghaier Weltausstellung zu wie auf einem Zirkusplatz kurz vor der ersten Vorstellung. Tausende Handwerker und Helfer aus aller Herren Länder bemühen sich, die Miniaturen ihrer Heimat rechtzeitig fertig zu bekommen. Lennart Wiechell steht kopfschüttelnd vor aufgerissenen Bodenplanken. "Als wir beim ersten Probelauf nicht rechtzeitig geöffnet hatten, haben die Besucher einfach unsere Barrikaden niedergerissen", staunt der Architekt des deutschen Pavillons und wagt sich kaum auszumalen, was passieren könnte, wenn in den kommenden Monaten einmal nicht alles wie am Schnürchen läuft.
Schließlich will Chinas Expo all ihre Vorgänger in den Schatten stellen und in den kommenden sechs Monaten bis zu 100 Millionen Menschen auf das Ausstellungsgelände am Huangpu-Fluss locken. Ein logistisches Extremprojekt, das noch weitaus komplexer ist, als die Organisation von Olympischen Spielen oder Fußballweltmeisterschaften. "Wir ...

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