Gemeinderat Schönau

Nehmen sich die Schwimmbäder in Todtnau und Schönau die Besucher weg?

mhu

Von mhu

Mi, 06. November 2019 um 07:05 Uhr

Schönau

2019 kommen nicht so viele Besucher in das Schwimmbad nach Schönau. Laut der Kassenverwalterin liegt es am schlechteren Wetter. Aber auch am neu eröffneten Bad im Todtnau.

In diesem Jahr besuchten weniger Badegäste das Freibad in Schönau als in der Saison 2018. Kassenverwalterin Yvonne Wagner stellte die diesjährige Statistik des Schwimmbads am Montagabend bei der Gemeinderatssitzung im Rathaus vor.

Demnach passierten 44.265 Besucher dieses Jahr das Drehkreuz am Schönauer Freibad, 9648 weniger als im Vorjahr, erläuterte Wagner. In den Zahlen spiegle sich das schlechte Badewetter wider. Wie Bürgermeister Peter Schelshorn anmerkte, war letztes Jahr "der Schwimmbadparkplatz öfters knallvoll". 2019 sei dies aufgrund des Wetters nur selten der Fall gewesen.

Rückgang knapp über dem nationalen Schnitt

Zudem wirke sich die Neueröffnung des Freibades in Todtnau negativ auf das Ergebnis aus, sagte Yvonne Wagner. So würden im Vergleich zu den Vorjahren weniger Badegäste aus der Nachbarstadt den Weg nach Schönau finden. Doch obwohl "wir dieses Jahr viele Todtnauer verloren haben", liege der Rückgang der Besucherzahlen nur knapp über dem nationalen Durchschnitt (17,9 Prozent in Schönau gegenüber 16,9 Prozent).

Räte sind nicht unzufrieden

Die Mitglieder des Gemeinderats zeigten sich daher nicht unzufrieden mit den finanziellen Gesamterträgen des Freibads (113.022 Euro, im Vorjahr: 127.514 Euro). Alexander Knobel (CDU) sagte, dass man die Entwicklung in den nächsten Jahren beobachten solle. Die Zahlen seien aber "okay, wenn sie so bleiben". Es sei "nach wie vor eine tolle Geschichte", dass das Freibad neu saniert und "gut ausgestattet" wurde.

Neben den Besucherzahlen zeigte die vorgestellte Statistik auch, welche Personengruppen das Schwimmbad besuchen. Dabei bestätigten sich die Erkenntnisse der letzten Jahre. Zum einen kann das Freibad in Schönau als Familienbad bezeichnet werden (die Familienkarte war die meistverkaufte Eintrittskarte). Und zum anderen ist es auch bei Erwachsenen beliebt – gerade Berufstätige nutzten die verlängerten Öffnungszeiten in der Hauptsaison.