Sanierung

Neubau der Staudinger-Gesamtschule soll 2025 fertig sein

Simone Höhl

Von Simone Höhl

Do, 14. März 2019 um 15:18 Uhr

Freiburg

Noch dieses Schuljahr soll Freiburgs größtes Hochbauprojekt beginnen – der Staudinger-Neubau. Eltern künftiger Fünftklässlern haben Sorge, wie Schule auf der Baustelle funktionieren soll.

Freiburgs größtes Hochbauprojekt, der Staudinger-Neubau, kann wohl schneller gebaut werden als gedacht. Offen ist, ob er auch billiger wird. 110 Millionen Euro wurden für den Komplex zuletzt kalkuliert. Während die Planung dazu läuft, können Eltern noch am Donnerstag neue Fünftklässler anmelden. Vergangenes Jahr ging die Zahl zurück. Diesmal ist das Interesse wieder größer, groß aber auch das Fragezeichen der Eltern: Wie soll Schule auf der Baustelle funktionieren?

Derzeit melden Eltern ihre Kinder an den weiterführenden Schulen an. Die Staudinger in Haslach ist besonders, weil sie die einzige Gesamtschule und der größte Sanierungsfall der städtischen Schulen ist. In den Wänden schlummert Asbest. "Für die Nutzer ist sie nicht marode, es ist eher eine technische Sache", sagt Schulleiter Martin Baumgarten. Doch weil die Sanierung teurer würde, wird alles abgerissen und neu gebaut – genauer: Neu gebaut und abgerissen. Gleichzeitig.

Besorgte Eltern stellen Fragen: Nach der Baustelle im Schulhof, nach Lärm und Maschinen und danach, ob ihre Kinder in Container oder einen halbfertigen Bau kommen. Nach dem Spatenstich vor den Sommerferien sollen ein Werkstattgebäude und die Reihenhäuser abgerissen werden, erklärt Natalie Gros, Baukoordinatorin der Schule. Die Stadt hat die Abbrucharbeiten ausgeschrieben. Ende 2019, Anfang 2020 beginnt der Neubau zwischen dem Werki-Haus, das stehen bleibt, und der Schule. "Die Fünft- und Sechstklässler sind in dem Gebäudeteil mit maximaler Entfernung", so Natalie Gros. "Und die Sicherheit ist gewährleistet", so Baumgarten.

Die Lehrerin ist Architektentochter, der Direktor ursprünglich gelernter Zimmermann, beide fühlen sich gut vom Rathaus eingebunden. Deshalb wissen sie, dass es statt drei nur zwei Bauabschnitte gibt. "Es wird schneller, billiger und braucht nur eine Interimslösung."

Neubau des Schulgebäudes soll 2025 abgeschlossen sein

Die soll so aussehen: Wenn der erste Neubauteil mit Fachräumen und einigen Jahrgangshäusern wie geplant Ende 2021 fertig ist, zieht ein Teil der Schule ein. Dann beginnen der Abriss eines Altbau-Teils und der zweite Neubau-Abschnitt. Die Schule rechnet damit, dass der Neubau 2025 komplett steht und der Rest-Altbau weg kann. Und dass keine Schüler in Container kommen.

Das Rathaus hat noch Abstimmungsbedarf wegen der Abschnitte. Im April könne man etwas zum Zeitplan sagen, so Sprecher Toni Klein – "und ob beziehungsweise wie viel günstiger es wird".

Knapp 1200 Schüler hat die Staudinger, je sieben Parallelklassen pro Jahrgang. Zum aktuellen Schuljahr konnte sie nur fünf 5. Klassen bilden, sagt Baumgarten. Bei den jetzigen Anmeldungen sieht es wieder besser aus. "Die Kinder werden in den Genuss des Neubaus kommen", garantiert Natalie Gros.
Der Neubau

In den Gebäudekomplex mit vier Modulen des Freiburger Architekten Sacker ziehen Schule, Stadtteilbibliothek und Jugendtreff ein. Die Flügel ermöglichen Lernen in Jahrgangshäusern. Pro Etage und Flügel gibt es ein "Haus" mit Unterrichtsräumen, kleinem Lehrerzimmer, Mini-Aula, Inklusionsraum, Barrierefreiheit und Passivhaus-Plus-Standard. Ein Lehrerteam begleitet den Jahrgang von Klasse 5 bis 10.

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