Neue Abfüllanlage schafft 7000 Flaschen pro Stunde

Herbert Trogus

Von Herbert Trogus

Fr, 16. Oktober 2020

Vogtsburg

WG Bischoffingen-Endingen hat für 700 000 Euro eine neue Maschine gekauft / Abfüllleistung wird deutlich erhöht.

. Die Winzergenossenschaft Bischoffingen-Endingen hat eine neue vollautomatische Abfüllanlage. Am Mittwoch traf die beeindruckende Maschine in Bischoffingen ein, deren Anschaffung rund 700 000 Euro gekostet hat.

Ein extra aus Straßburg angefahrener Autokran mit einer Hubkraft von über 120 Tonnen musste die Abfüllanlage in über zehn Metern Höhe über die Dächer der Lagerhallen der Winzergenossenschaft hieven. Die Maschine stammt von der Firma Kai aus Italien. Sie hat ein Gewicht von zirka zehn Tonnen, ist 4,5 Meter lang und 3,5 Meter hoch. Um sie an ihrem Standort zu platzieren, musste ein Teilstück der Dacheindeckung entfernt werden.

Die bisherige Abfüllmaschine hatte eine Stundenleistung von etwa 4000 Flaschen, die neue Anlage kann bis zu 7000 Flaschen in der Stunde befüllen. Die Geschwindigkeit richte sich danach, wie schnell die leeren Flaschen aufgerichtet und die gefüllten Flaschen auf den Paletten abtransportiert werden, erklärte Kellermeister Norbert Kuhn. "Wir sind froh und stolz zugleich, dass die neue Abfüllanlage planmäßig trotz der Corona-Pandemie angekommen ist", betonte WG-Geschäftsführer Thomas Weiler. Das ganze Team der Winzergenossenschaft und die Winzer seien überglücklich. Es sei notwendig, dass man trotz Corona in der Zukunft investiere, um den Standort zu sichern. Das komme auch den Winzern der Winzergenossenschaft Bischoffingen-Endingen zugute. "Wir erwarten damit auch eine Steigerung der Steigerung der Weinqualität", sagte Weiler.

Die Kosten für die neue Abfüllanlage bezifferte der Geschäftsführer auf zirka 700 000 Euro. Wenn man bedenke, dass eine Anlage eine Lebenserwartung von etwa 20 Jahren habe, lohne sich diese Anschaffung. Die Entscheidung für die Neubeschaffung hätten Vorstand und Verwaltung gemeinsam getroffen. Mit der neuen Anlage könnten die Flaschen reibungsloser befüllt werden. Mittlerweile seien die Maschinen intelligenter und würden je nach Bedarf die Geschwindigkeit eigenständig anpassen. "Damit erhoffen wir uns eine Steigerung der Abfüllleistung", betonte der Geschäftsführer.

Die bisherige Anlage hatte über 20 Jahre gute Dienste geleistet, inzwischen mache sich der Verschleiß bemerkbar. Dennoch wird sie in der nächsten Zeit noch eingesetzt. Denn die neue Maschine müsse zuerst noch in einem hygienisch abgeschlossenen neuen Raum neben der bisherigen eingebaut werden, erklärte Weiler.

Sobald die neue Anlage in Betrieb gegangen ist, werde die alte Abfüllanlage demontiert. "Sie hat den Ruhestand verdient", sagte der Geschäftsführer.