Markgräflerland

Newsblog: Informationen zum Coronavirus im Markgräflerland

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Di, 24. März 2020 um 09:01 Uhr

Müllheim

In diesem Newsblog informieren wir über aktuelle Entwicklungen zur Coronakrise im Markgräflerland.

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Was Sie jetzt wissen müssen:

  • Bund und Länder haben sich am Sonntag, 22. März, auf Leitlinien zur Beschränkung sozialer Kontakte in der Corona-Krise verständigt. Danach sollen Kontakte außerhalb der Angehörigen des eigenen Haushalts auf das absolut nötige Minimum reduziert werden. Zusammenkünfte von mehr als zwei Menschen, die nicht Angehörige des eigenen Haushalts sind, sind in im öffentlichen Raum verboten. Zu anderen Personen ist ein Mindestabstand von mindestens 1,50 Metern einzuhalten. Der Weg zur Arbeit, zur Notbetreuung, Einkäufe, Arztbesuche, Teilnahme an Sitzungen, erforderlichen Terminen und Prüfungen, Hilfe für andere oder individueller Sport und Bewegung an der frischen Luft sowie andere notwendige Tätigkeiten bleiben weiter möglich. Diese Maßnahmen sollen eine Geltungsdauer von mindestens zwei Wochen haben.
  • Wer an sich Symptome feststellt, die auf eine Covid-19-Erkrankung schließen lassen könnten, sollte keinesfalls unangemeldet in eine Arztpraxis, eine Klinik oder eine Corona-Ambulanz gehen, sondern zunächst den Hausarzt anrufen. An Wochenenden kann der Ärztliche Bereitschaftsdienst unter Tel. 116 117 kontaktiert werden.
  • Geschäfte in Baden-Württemberg sind seit Mittwoch, 18. März 2020 zum Schließen verpflichtet. Ausgenommen sind: Supermärkte, Apotheken, Sanitätshäuser und Drogerien, Tankstellen, Banken und Sparkassen sowie Poststellen, Gartenbau- und Tierbedarfsmärkte und der Großhandel. Eine detaillierte Liste, welche Geschäfte geöffnet bleiben dürfen und welche schließen müssen gibt es vom baden-württembergischen Wirtschaftsministerium: hier unter diesem Link.
  • Alle Restaurants und Gaststätten im Land sind geschlossen. Davon ausgenommen ist die Lieferung und Abholung mitnahmefähiger Speisen für den Verzehr zu Hause.
  • In Baden-Württemberg ist auch der Betrieb jeglicher Kultur- und Bildungseinrichtungen, Kinos, Bäder, Saunen und Fitnessstudios sowie Jugendhäuser, Bibliotheken, Museen, Vergnügungs- und Prostitutionsstätten untersagt.
  • Krankenhäuser und Pflegeheime haben ein Besuchsverbot erlassen, um Patienten und Bewohner zu schützen. Etwaige Ausnahmen in besonderen Fällen sollten direkt mit den entsprechenden Einrichtungen besprochen werden.
  • Alle Kitas und Schulen in Baden-Württemberg sind seit Dienstag, 17. März 2020, geschlossen.

Sonntag, 29. März, 14.30 Uhr: Da derzeit in den Kirchen keine Gottesdienste mehr gefeiert werden können, verlagern sie immer mehr Gemeinden per Video ins Internet. Hier die heutige Andacht der evangelischen Kirchengemeinde Bad Krozingen auf Youtube:



Sonntag, 29. März, 12.00 Uhr: Das Landratsamt meldet aktuell 389 Covid-19-Erkrankungen für den Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald und 7 Todesfälle in Zusammenhang mit dem Coronavirus. Für die Stadt Freiburg sind es 402 Erkrankungen und 10 Todesfälle.

Samstag, 28. März, 17.20 Uhr: Das Landratsamt meldet aktuell 330 Covid-19-Erkrankungen für den Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald und 5 Todesfälle in Zusammenhang mit dem Coronavirus. Für die Stadt Freiburg sind es 335 Erkrankungen und 6 Todesfälle.

Samstag, 28. März, 17.10 Uhr: Die Stadt Müllheim hat am Freitagband eine Facebook-Livesprechstunde angeboten. Bürgerinnen und Bürger konnten Fragen zur Corona-Krise stellen an Bürgermeister Martin Löffler, die Geschäftsführerin der Helios-Klinik Beatrice Palausch, den Ärztlichen Direktor der Helios-Klinik Hartmut Ehrle-Anhalt sowie an Thomas Müller, Leiter des Polizeireviers Müllheim. Hier lässt sich der Livestream nochmal ansehen:



Freitag, 15:15 Uhr: #BZhilft: Die Badische Zeitung hat Online-Plattformen geschaffen, in denen Menschen, die Unterstützung brauchen, nach Hilfsangeboten suchen können und Verbraucher spezielle Bestell-, Liefer- und Abholservices des lokalen Einzelhandels und der Gastronomie finden. Für das Markgräflerland gibt es folgende Überblicke: Die Listen werden regelmäßig erweitert. Wer ein Angebot melden möchte, kann dies unter der Email-Adresse bzhilft@badische-zeitung.de

Freitag, 9:35: Die für den gestrigen Donnerstagabend geplante Facebook-Livesprechstunde der Stadt Müllheim musste aufgrund technischer Probleme ausfallen. Sie soll heute Freitag, 27. März, um 18 Uhr nachgeholt werden. Zu erreichen ist die Livesprechstunde mit Bürgermeister Martin Löffler, Thomas Müller vom Polizeirevier Müllheim sowie dem Ärztlichen Direktor und der Geschäftsführerin der Helios Klinik, Hartmut Ehrle-Anhalt und Beatrice Palausch, über die Facebook-Seite der Stadt Müllheim.

Freitag, 9:30: In Bad Krozingen wird heute eine sogenannte Fieber-Ambulanz eingerichtet. Dort werden Menschen untersucht, die denken, sie haben Corona-Symptome an sich festgestellt. Ärzte untersuchen die Menschen und entscheiden, ob sie in häusliche Quarantäne gehen oder im Krankenhaus aufgenommen werden sollen. Patienten können auf keinen Fall einfach so in der Fieber-Ambulanz erscheinen, sondern sollen sich zunächst an ihren Hausarzt wenden.

Donnerstag, 21:10 Uhr: Das baden-württembergische Wirtschaftsministerium hat das Verkaufsverbot für Vinotheken und Verkaufsstellen von Weingütern und Winzergenossenschaften wieder zurückgenommen. Weinverkostungen und -proben bleiben aber untersagt. (BZ plus)

Donnerstag, 18:10 Uhr: Die Verwaltungen sind gefordert. Vielerorts gibt es Krisenstäbe oder -sitzungen. Die BZ war bei einer Sitzung des Verwaltungsstabs in Heitersheim dabei. Dort wurde über Coronapartys, Desinfektionsmittel und weitere Ideen, wie man in der Coronakrise helfen kann, gesprochen.

Donnerstag, 15:30 Uhr: Die Coronakrise zwingt zum Improvisieren, auch im Bereich des Sports. Wie kann die Leistungsfähigkeit erhalten bleiben, wenn Training in der Gruppe nicht mehr möglich ist? Der Fitnesstrainer des SV Ballrechten-Dottingen hat für die spezielle Situation einen eigenen Trainingsplan erstellt.

Donnerstag, 11:20 Uhr: Die Fallzahlen von Covid-19-Infizierten steigen, auch in der Region, weiter stark an. Kliniken arbeiten daran, sich auf die erwartete Welle an Patienten vorzubereiten. Das Universitäts-Herzzentrum (UHZ) in Bad Krozingen hat dazu etwa die Kapazitäten an Intensivbetten mit Beatmungsgeräten verdoppelt, wie Frederik Wenz, Leitender Ärztlicher Direktor der Uniklinik Freiburg und des UHZ, im BZ-Interview erläutert (BZ plus). Dazu gibt er Einblicke in die Materiallager-Bestände und verrät, wo im Bedarfsfall weitere "stille Reserven" für die Intensiv-Behandlung schlummern.

Mittwoch, 18:10 Uhr: Die Coronakrise beeinflusst alle Bereiche des alltäglichen Lebens. Auch Müllheimer Unternehmer und Firmen müssen auf die Umstände reagieren und haben Ideen. Bei Hellma arbeiten die Mitarbeiter jetzt beispielsweise in einem Schichtbetrieb so, dass sich die Teams nicht begegnen. Auch bei Neoperl und Weil Technology hat man reagiert. Auch kleinere Unternehmer müssen sich etwas einfallen lassen: Die Buchhandlung Beidek liefert Bücher nun nach Hause. Gärtnerin Malin Lüth verschickt Sträuße per Post.

Dienstag, 17:50 Uhr: Innerhalb weniger Tage hat das Müllheimer Rathaus angesichts der Coronakrise vom Normalbetrieb in den Krisenmodus geschaltet. Ein Krisenstab wurde eingerichtet, ansonsten finden keine Besprechungen mehr mit direkten Kontakten statt, erklärte Müllheims Bürgermeister Martin Löffler im Interview mit der BZ. Neben der Überprüfung der zurückgefahrenen sozialen Kontakte im öffentlichen Raum gelte es nun auch, die anrollende Welle der Hilfsbereitschaft sinnvoll zu koordinieren. Zur weiteren Information der Bürger soll es am Donnerstagabend, 26. März, ab 19.30 Uhr auf der Facebookseite der Stadt Müllheim eine Live-Sprechstunde mit dem Bürgermeister sowie Vertretern der Polizei und der Helios-Klinik geben.

Dienstag, 9:00 Uhr: Wer in Freiburg und im Kreis Breisgau-Hochschwarzwald positiv auf Corona getestet wurde, soll sich fortan selbstständig in Quarantäne begeben. Das Gesundheitsamt könne bei den aktuell schnell steigenden Infektionszahlen eine zeitnahe Kontaktaufnahme zu den mit positivem Laborbefund bestätigten Coronavirus-Erkrankten nicht in jedem Fall sicherstellen, heißt es vonseiten des Landratsamtes. Ein Onlineformular soll die Behörden entlasten.

Montag, 18:30 Uhr: Immer stärker wird auch in der Öffentlichkeit diskutiert, inwieweit Gesichtsmasken helfen können, die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. Dabei geht es oft weniger darum diese Masken zum eigenen Schutz zu tragen, als vielmehr darum, andere zu schützen. Ein weiterer Aspekt: Spezielle medizinische Masken sollten aufgrund der gegenwärtigen Knappheit auch wirklich medizinischem Personal vorbehalten bleiben. An mehreren Orten im Markgräflerland wurden nun Initiativen zum Selbernähen von Masken gestartet. (BZ plus)

Montag, 14:20 Uhr: Auch Weingüter und Winzergenossenschaften müssen schließen. Ausgenommen sind nur Hofläden, die Lebensmittel anbieten und auch Wein in ihrem Sortiment führen. Online-Weinverkauf und Versand bleiben weiter möglich. Die regionale Weinwirtschaft rechnet mit starken negativen Auswirkungen der Corona-Krise auf das Geschäft, unter anderem weil der Umsatz in der Gastronomie wegfällt und Weinveranstaltungen abgesagt wurden. Im Markgräflerland wird zum Beispiel der traditionelle Müllheimer Weinmarkt und der Gutedelcup in diesem Jahr ausfallen.

Sonntag, 10:00 Uhr: In Kandern wird heute unter ungewöhnlichen Umständen ein neuer Bürgermeister gewählt – oder eine Bürgermeisterin. Zur Wahl stehen sechs Kandidatinnen und Kandidaten. Wegen der Corona-Krise gelten besondere Vorkehrungen in den Wahllokalen. Das Ergebnis heute Abend wird nicht – wie sonst üblich – im Rathaus präsentiert, sondern ausschließlich online veröffentlicht. Ab 17.30 Uhr berichtet die BZ mit einem Live-Ticker.

Samstag, 18:05 Uhr: "Wir haben nur noch eine Chance." Dorothea Störr-Ritter, Landrätin des Landkreises Breisgau-Hochschwarzwald, hat sich mit einem offenen Brief an die Bürgerinnen und Bürger gewandt und fordert sie auf, soziale Kontakte deutlich zu reduzieren.

Samstag, 16:40 Uhr: Seit heute müssen auch Frisör-Geschäfte geschlossen bleiben. Ein Müllheimer Frisör hatte bereits vergangene Woche an die Politik appelliert, diesen Schritt zu gehen.

Samstag, 11:50 Uhr: Es war das wohl wichtigste Projekt der Stadt Staufen in diesem Jahr: das geplante Bürgerhaus mit Mediathek auf dem früheren Gelände der Schladerer-Brennerei. Jetzt wird es durch die Corona-Krise um Monate verzögert. (BZ plus)

Freitag, 17:30 Uhr: In Freiburg und dem Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald tritt ab Samstag ein sogenanntes Betretungsverbot in Kraft. Manche nennen es auch "Ausgangssperre light". Eine harte Ausgangssperre gilt bereits seit Dienstag in Frankreich. Unsere Kollegin Joelle Kaltenbach von der Redaktion in Müllheim, die im Elsass lebt, hat uns ihre Eindrücke geschildert (BZ plus).

Freitag, 14:10 Uhr:
Müllheim schließt sich dem vom Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald empfohlenen Betretungsverbot an und erlässt zudem spezielle Regelungen für Beerdigungen und Trauungen.

Freitag, 14:06 Uhr: Bad Krozingens Bürgermeister Volker Kieber vermutete, dass das angekündigte Betretungsverbot im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald nur ein "Zwischenschritt" ist und in den nächsten Tagen ein Ausgehverbot folgen wird.



Freitag, 12:34 Uhr: Auch im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald soll ein Betretungsverbot von öffentlichen Plätzen kommen. Das Verbot gleicht der Freiburger Regelung und soll ab Samstag, 0 Uhr, bis zum 3. April gelten. Demnach dürfen öffentliche Orte nicht betreten werden. Es handelt sich aber nicht um eine Ausgangssperre. Das Landratsamt hat am Freitagmittag dafür eine Empfehlung an die Bürgermeister der 50 Gemeinden im Landkreis geschickt. Umsetzen müssen die Verordnung die Gemeinden.
Wer hilft mir, wenn ich Krankheitssymptome habe?
  • Wenn Sie bei sich selbst Symptome feststellen, rufen Sie ihre Hausärztin oder ihren Hausarzt an.
  • Gehen Sie keinesfalls unangemeldet direkt in eine Praxis oder in ein Krankenhaus. Gehen Sie auch nicht direkt zu einem lokalen Abstrichzentrum – sie werden dort nur getestet, wenn ihre Hausärztin oder ihr Hausarzt dies angeordnet hat.
  • Sollten die Symptome am Wochenende auftreten, kontaktieren sie die 116 117 des Ärztlichen Bereitschaftsdienstes. Er ist freitags von 16 bis 22 Uhr sowie samstags und sonntags von 8 bis 22 Uhr erreichbar.

Donnerstag, 18:45 Uhr: Die Markgräflerland Klinik in Bad Bellingen stellt wegen neun Corona-Infektionen ihren Betrieb ein. Fünf Patienten und vier Mitarbeiter sind angesteckt. Die Infektionen gehen auf einen Teilnehmer an der Fastenwoche der evangelikalen Freikirche "Porte Ouverte" im elsässischen Mulhouse zurück

Donnerstag, 18:14 Uhr: Die Helios-Klinik Müllheim stellt Zelte zum Schutz der Patienten und Mitarbeiter auf. Von Freitag, 20. März, an werden ankommende Patienten im Bereich der Notaufnahme in einer Zeltanlage empfangen, einem ersten Check unterzogen und dann gezielt in die verschiedenen Bereiche eingewiesen. Diese sogenannte Triage wird auch in den Helios-Kliniken Breisach und Titisee-Neustadt vorgenommen.

Donnerstag, 18:19 Uhr: "Bitte schließt Friseursalons", fordert ein Müllheimer Friseur. Robert Falcone, Inhaber eines Friseursalons, kritisiert, dass er und seine Kollegen trotz Coronakrise nicht schließen müssen. Die Gesundheit gehe vor, so Falcone. Er wünscht sich deshalb, dass die Politik reagiert, Friseursalons während der Coronakrise schließt und finanzielle Unterstützung zusagt. "Ich bin schockiert, welchem Risiko wir ausgesetzt werden."

Donnerstag, 15:21 Uhr: Die Polizei warnt vor Betrügern, die die Sorgen der Menschen durch die Coronakrise schamlos ausnutzen. Die Betrüger nutzen den Enkeltrick in neuer Form oder bieten knappe Ware zu Wucherpreise an.

Donnerstag, 13:18 Uhr: Das Diakonische Werk startet eine Corona-Hotline für zwischenmenschlichen Austausch. Nicht für medizinische Beratung, sondern für zwischenmenschlichen Austausch und Ansprache, sei die Hotline gedacht, erklärt Albrecht Schwerer, Geschäftsführer der Diakonie im Landkreis.

Unter Tel. 07661/938430 stehen ab sofort werktags zwischen 9 und 17 Uhr Mitarbeitende des Diakonischen Werks Breisgau-Hochschwarzwald bereit, um mit Anrufenden über deren Umgang mit der Krise zu reden.
Allgemeine Verhaltensregeln zur Risikoreduktion
  • Regelmäßiges und gründliches Händewaschen mit Wasser und Seife – mindestens 20 Sekunden.
  • In ein Papiertaschentuch niesen oder husten und dieses danach entsorgen. Und danach Händewaschen!
  • Ist kein Taschentuch griffbereit, in die Armbeuge niesen oder husten.
  • Möglichst 1 bis 2 Meter Abstand zu anderen Menschen halten. Umarmungen und Händeschütteln generell unterlassen.
  • Bei grippalen Symptomen zu Hause bleiben, um Ansteckung zu vermeiden.
  • Jegliche Kontakte sollen auf das Notwendigste reduziert werden!