Nur noch zwei Vertreter für Schneucker

Reinhard Cremer

Von Reinhard Cremer

Do, 22. August 2019

Binzen

Krumm und Koska springen ein, wenn der Bürgermeister verhindert ist / Lützel kritisiert Verfahren.

BINZEN (cre). Bisher sah die Hauptsatzung der Gemeinde Binzen drei Stellvertreter des Bürgermeisters vor. In der jüngsten Sitzung beschloss der Rat jedoch, um künftig flexibel reagieren zu können, ohne jeweils die Satzung ändern zu müssen, die Formulierung "bis zu drei Stellvertreter". Nach dem Ausscheiden von Peter Stark im Jahr 2017 war der Posten des dritten Stellvertreters ohnehin nicht neu besetzt worden. Zum ersten Stellvertreter wählte der Rat bei zwei Gegenstimmen Frank Krumm von der Bürgerliste. Zur zweiten Stellvertreterin wurde bei drei Nein-Stimmen Ina Koska (Freie Wähler) berufen. Die Wahlen erfolgten geheim.

Mit Blick auf die Entsendung von Räten in den Finanz- und Verwaltungsausschuss musste ebenfalls die Hauptsatzung geändert werden. Künftig darf die Gemeinde nur noch zehn anstatt alle zwölf Ratsmitglieder in diesen Ausschuss entsenden. Die Wahl der entsprechenden Mitglieder wurde auf die nächste Sitzung vertagt, damit die Listen Zeit haben, sich auf ihre Vertreter zu verständigen.

Als weiteres Mitglied in der Versammlung des Gemeindeverbandes Vorderes Kandertal neben dem Bürgermeister wurde erneut Oliver Baumert gewählt. Seine Stellvertreterin wurde Ina Koska. Im Abwasserverband sitzt weiterhin Hans Krebs, vertreten von Rainer Stöcklin. Gerhard Aenis vertritt die Gemeinde wie schon zuvor im Wasserverband, vertreten wird er von Regina Barwich. In der Versammlung des Zweckverbands Regionaler Gewerbepark wird Binzen vertreten durch Rainer Stöcklin (Stellvertreterin Alice Bucher), Martin Weckerle (Oliver Baumert), Sigurd Hagen (Diana Durhalt-Nestle) und Nadja Lützel (Gerhard Aenis). Die sechs Mitglieder des Kuratoriums "Stiftung Marianne und Winfried Heer" werden künftig sein Ina Koska, nominiert als stellvertretende Vorsitzende, Frank Krumm, Martin Weckerle, Alice Bucher, Sigurd Hagen und Regina Barwich. Der Bürgermeister nimmt gemäß Satzung den Vorsitz ein.

Bemerkenswert war, dass Neu-Ratsmitglied Nadja Lützel bei jedem Wahlgang, auch als es um ihren Posten ging, mit Nein stimmte. Anschließend begründete sie ihr Verhalten damit, dass sie das unter Ausschluss der Öffentlichkeit erfolgte Nominierungsverfahren ablehne, nicht jedoch die Kandidaten. Nach ihrer Meinung gehöre die Nominierung in eine öffentliche Sitzung. Bürgermeister Schneucker stellte lapidar fest, dass der Gemeinderat anders entschieden habe.