Die Offenburger Oststadt erzählt vom Ersten Weltkrieg

Wo Hindenburg seine Opfer trifft

Ralf Burgmaier

Von Ralf Burgmaier

Mo, 25. August 2014 um 10:21 Uhr

Offenburg

Große Teile der Offenburger Oststadt sind wie ein Freilichtmuseum zum Ersten Weltkrieg. Straßenbenennungen etwa für Paul von Hindenburg und Matthias Erzberger bringen die mörderischen Widersprüche der Zeit auf den Punkt.

Wer etwas über die Geschichte des Ersten Weltkriegs erfahren will, muss in die Offenburger Oststadt gehen. Hier ist ein wahres Freilichtmuseum zum Thema, überall Erinnerungen an Kriegshetzer und Friedenskämpferinnen, angebliche Ritter der Lüfte oder als "Novemberverbrecher" diffamierte Demokraten, an wahre Helden, Saboteure und niederträchtige Feiglinge sowie Erinnerungen an die Opfer dieses ersten Maschinenkriegs.

Los geht der Rundgang auf der Zauberflötbrücke. Darunter führen Bahngleise hindurch, über die vor 100 Jahren Soldaten und Waffen über Straßburg an die Westfront rollten. Jenseits des Bahngrabens beginnt der Wilhelminismus. Dort liegt in Erinnerung an die Gründung des "Zweiten Kaiserreichs" die Wilhelmstraße. Sie meint Wilhelm I., der 1871 nach dem Sieg über Frankreich unter seiner Kaiserkrone Deutschland vereinen konnte. Die Franzosen mussten eine Kriegsentschädigung von 5 Milliarden Goldfranc bezahlen. Die prächtigen Bürgerhäuser der Oststadt zeigen wohin das Geld unter anderem floss.

Weiter geht’s in die Friedenstraße. Der Straßenname stammt aus der Erbauungszeit des Viertels. Und das ist erstaunlich. Nach dem Sieg über Frankreich hätte die Straße durchaus ...

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