Offenburger Verein baut Brunnen in Uganda

Sophia Hesser

Von Sophia Hesser

Mi, 11. Dezember 2019

Offenburg

Einsatz für Gesundheit und Bildung seit 15 Jahren in Region Hoima.

OFFENBURG. Seit 15 Jahren unterstützt der Verein Menschenliebe aus Offenburg Menschen in Uganda – genauer in der Region Hoima. Im Sommer wurden vor Ort neue Projekte angestoßen. Es gibt im kommenden Jahr also viel zu tun für den Verein rund um den Vorsitzenden und Bauunternehmer Nico Wacker.

Gemeinsam mit Gerhard Sutter, Geschäftsführer der OTH Steuerberatungsgesellschaft in Offenburg, und dessen Frau Christa und Sohn Gerry war Wacker im Sommer zwei Wochen vor Ort in Uganda. Eine spannende Zeit – erfüllend und bewegend, wie das Ehepaar Sutter und Nico Wacker beim Pressegespräch erzählen. Es wurde viel geplant, viel bewegt in der Zeit, weitere Schritte getan, um das Leben der Menschen in der Region Hoima besser zu machen und Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten.

Das machen die Mitglieder des Vereins schon seit vielen Jahren. 2007 wurde der erste Brunnen gebaut, ein Jahr später die erste Krankenstation. Mittlerweile gibt es die zweite, eine weitere ist für die nahe Zukunft geplant. Außerdem wurde bereits eine Geburtsstation und eine Augenklinik auf die Beine gestellt. Immer wieder sind Brunnen entstanden. Das Tätigkeitsfeld des Vereins ist nicht begrenz, das wird im Gespräch mit den Mitgliedern schnell klar. "Wir helfen da, wo es nötig und sinnvoll ist", sagt Wacker. So gibt es auch ein Projekt, dass es Mädchen ermöglichen soll, Hygieneartikel zu kaufen. Mit einer schuleigenen Schweinezucht – vom Verein Menschenliebe initiiert – können die Schülerinnen Geld dafür verdienen und müssen nicht während ihrer Monatsblutung zuhause bleiben– wie sie es sonst machen, wenn sie sich keine Hygieneartikel leisten können.

All diese Projekt realisiere man mit 100 Prozent der Spendengelder – die meist von Leuten aus Offenburg und Umgebung kommen. Alle Mitglieder arbeiten nämlich freiwillig, somit entstehen keine Kosten für die Verwaltung und auch die Reisen nach Uganda zahlt jeder vom Verein selbst.

Auch dieses Mal als die vier Ortenauer in Uganda waren. Sie machten sich ein Bild vor Ort, schauten wie die Projekte laufen und was man noch zusätzlich machen kann. Ein großer Schritt für den Verein waren die Verträge, die nun mit der Erzdiözese in Hoima abgeschlossen wurden. Bischof Right Reverend Kirabo Vincent und seine Mitarbeiter sind nun verantwortlich für den Betrieb der Einrichtungen und die Brunnen. Solche Vertrauenspersonen vor Ort seien sehr wichtig für den Verein Menschenliebe, erklärt Wacker – alleine könne man die Arbeit von Deutschland aus einfach nicht stemmen. Und solche Einsätze der Menschen vor Ort zeigen auch, dass sie auch selbst aktiv sein müssen, sich kümmern müssen. Auch mit der Caritas waren die Ortenauer im Gespräch hinsichtlich zukünftiger Aktionen. Im nächsten Jahr ist etwa der Bau von zehn weiteren Brunnen geplant, die zum Teil an die Krankenstationen angegliedert werden sollen. Ein Brunnen kostet laut Wacker etwa 3000 bis 5000 Euro.

Ab 2020 werden laut Wacker auch Krankenschwestern unterwegs sein, um Erste Hilfe und Aufklärungsarbeit bezüglich Hygiene, Impfungen, Infektionskrankheiten und Aids zu leisten. Und man plane Niederlassungen der Berufsschule von Hoima in der ganzen Provinz, um möglichst vielen Schülern eine Ausbildung zu ermöglichen. Um all die Projekte realisieren zu können, hoffen die Mitglieder auf zahlreiche Spenden. Denn die Sutters und Nico Wacker haben bei ihrer Reise nach Uganda wieder ganz persönlich die Dankbarkeit der Menschen erfahren – und wissen wofür sie all das tun .

Spendenkonto bei der Deutschen Bank, IBAN: DE32700700240605904200; BIC: DEUTDEDBMUC. Weitere Informationen gibt es unter http://www.menschenliebe.de.