BZ-Interview

Parteienforscher Eith: "Die Anti-Euro-Partei ist ein Elitenprojekt"

Florian Kech

Von Florian Kech

Do, 11. April 2013 um 17:41 Uhr

Deutschland

Derzeit formiert sich mit der Alternative für Deutschland eine Euro-kritische Partei. Ist sie rechtspopulistisch? Hat sie Wahlchancen? Wo liegen die Unterschiede zur Piratenpartei? Ein Interview mit dem Freiburger Politologen Ulrich Eith.

BZ: Die Gretchenfrage zum Einstieg: Ist die Alternative für Deutschland, kurz AfD, eine rechtspopulistische Partei?

"Anders als etwa bei den Piraten (...) fehlt eine sichtbare Verbindung zu einem verbreiteten (...) Lebensgefühl." Ulrich Eith Ulrich Eith: Nach meinem Eindruck bislang jedenfalls nicht. Öffentlich wahrnehmbar ist vor allem die Forderung nach einem Ende des Euros in seiner jetzigen Form. An seine Stelle sollen kleinere Währungsverbünde, etwa ein "Nord-Euro", treten. Denkbar sei auch die Wiedereinführung der alten nationalen Währungen. Rechtspopulisten hingegen arbeiten sehr viel plakativer und mit ausgeprägten Sündenbock-Theorien. Vorhandene Ängste werden gebündelt und zur Diskriminierung und Abwehr von Minderheiten oder Gruppen anderer Nationalität instrumentalisiert. ...

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