Nachfolger ist Wunschkandidat

Pfarrer Peter Konetschny leitet Rheinfelder Seelsorgeeinheit

bz und Ingrid Böhm-Jacob

Von BZ-Redaktion & Ingrid Böhm

So, 22. September 2019 um 14:31 Uhr

Rheinfelden

Ab Dezember haben die über 11.000 Katholiken in den Pfarreien der Seelsorgeeinheit Rheinfelden wieder einen Leitenden Pfarrer. Bis dahin stehen zwei Nicht-Priester in der Verantwortung. Das ist neu.

Es gibt gute Nachrichten für die über 11.000 Katholiken der Seelsorgeeinheit. Eine Woche, nachdem Leiter Pfarrer Anton Frank in den Ruhestand verabschiedet wurde, teilt das Erzbischöfliche Ordinariat mit, dass die Nachfolge entschieden ist. Pfarrer Peter Konetschny übernimmt ab Dezember diese Aufgabe und wird dann als leitender Pfarrer die Verantwortung tragen.

Diese Personalentscheidung wurde am Sonntag in den Gottesdiensten der Seelsorgeeinheit bekannt gegeben.

Pastoralreferent Wößner freut sich über die Wunschlösung

Der künftige Leitende Pfarrer ist kein Unbekannter in Rheinfelden. Der 1960 in Mannheim Geborene wurde 1987 zum Priester geweiht und trat in St. Josef in Rheinfelden seine erste Vikarstelle an, die weitere Station waren von 1990 bis ’92 in der Münsterpfarrei. Danach war er Pfarradministrator in Konstanz-Dettingen und in -Dingelsdorf. Von 1995 bis 2000 arbeitete er als Kooperator in den Pfarreien der früheren Seelsorgeeinheit Villingen Süd. Bis 2012 war er Leitender Pfarrer der früheren Seelsorgeeinheit Niedereschach. Danach war Konetschny bis August 2016 Militärpfarrer am Standort Leer. Seit September 2016 ist er Leitender Pfarrer der Seelsorgeeinheit Marxzell St. Markus im Dekanat Karlsruhe.

Novum: Zwei Nichtpriester für die Vakanz in der Verantwortung

Matthias Wößner als Referent des Dekanats Wiesental erklärt auf Anfrage am Sonntag: "Wir freuen uns sehr, dass es zeitnah geklappt hat". Es habe intensive Gespräche mit der Personalabteilung des Erzbischöflichen Ordinariats gegeben, heißt es. Mit Konetschny "haben wir eine sehr gute Lösung" sagt Wößner und sogar die Wunschvorstellung erfüllt: "Er kennt die Gegend und die Menschen".

Bis November wird es eine Übergangslösung mit einem pragmatischem Novum geben, das das Kirchenrecht als Besonderheit durch den Erzbischof gibt: Wößner darf in der Zeit der Vakanz zusammen mit Pastoralreferent Kassian Burster-Hake aus dem St. Josefshaus in Herten in Zusammenarbeit mit den anderen Mitgliedern des Seelsorgeteams die Verantwortung für die Seelsorgeeinheit in den Pfarreien als Nichtpriester übernehmen.