Trotz Verbot

Polizei beendet Feier mit 80 Menschen in einer Breisacher Diskothek

BZ/dpa

Von BZ-Redaktion & dpa

Mo, 29. Juni 2020 um 14:32 Uhr

Breisach

In einer Breisacher Disko wurde laut Polizei am Wochenende eine Party veranstaltet. Die Feiernden sollen behauptet haben, einen Geburtstag zu feiern. Eine ähnliche Meldung kommt aus dem Kreis Sigmaringen.

In Breisach hatte sich zuvor ein Anrufer über zu viel Lärm beklagt. Daraufhin hätten die Beamten eine Veranstaltung in einer Diskothek überprüft, so die Polizei in einer Pressemeldung. Dort trafen sie etwa 80 Menschen an. Das ist derzeit aufgrund der Corona-Verordnung noch nicht gestattet.

Durch widersprüchliche Angaben der Besucher kamen die Polizisten zu dem Schluss, dass es sich um keine private Geburtstagsfeier handelt, sondern die Diskothek unerlaubt betrieben wurde. Die Veranstaltung wurde durch die Polizei beendet und die Gäste mussten den Heimweg antreten. Der Betreiber der Diskothek muss nun mit einer Anzeige und einer Geldstrafe rechnen.

300 Menschen in der Schweiz in Quarantäne

In der Schweiz müssen 300 Menschen nach dem Besuch eines Clubs vorsorglich in eine zehntägige Quarantäne. Mehrere Gäste einer Disko in Zürich waren zuvor positiv auf das Coronavirus getestet worden, wie die Gesundheitsdirektion des Kantons Zürich am Samstagabend mitteilte. Der Clubbetreiber konnte den Behörden eine Liste mit den Kontaktdaten der Besucher vom 21. Juni aushändigen.

In Meßkirch im Kreis Sigmaringen sollen ebenfalls am vergangenen Wochenende etwa 200 Menschen in einer Disko gefeiert haben. Nach Polizeiangaben vom Sonntag trugen weder die Gäste noch das Personal einen Mund-Nasen-Schutz. Auch der Mindestabstand von 1,50 Meter sei wegen der Enge nicht eingehalten worden. Daher sei die Disco in der Nacht zum Sonntag geräumt worden. Der Betreiber muss mit einer Anzeige rechnen.

Die Landesregierung hat seit Mitte März mehrere Corona-Verordnungen erlassen, um das Virus in den Griff zu bekommen. Bislang hat die Polizei in Baden-Württemberg rund 29 000 Verstöße gegen die Regeln registriert. Nach Angaben des Innenministeriums schritten die Beamten in rund 22 000 Fällen ein, weil sich zu viele Menschen in der Öffentlichkeit trafen. Rund 2000 Mal wurden Verstöße wie Partys und andere unzulässige Privatveranstaltungen angezeigt