Bundespolizei

Polizei-Einsatz in Freiburg: illegale Einschleusung von Ausländern

Manuel Fritsch

Von Manuel Fritsch

Do, 22. April 2021 um 18:00 Uhr

Freiburg

In Freiburg und in mehreren anderen Städten hat die Polizei heute insgesamt neun Objekte durchsucht. Es geht um illegales Einschleusen von Ausländern – wohl um hier Scheinehen zu arrangieren.

Die Bundespolizei hat in Freiburg am Donnerstag vier Objekte und fünf weitere in anderen deutschen Städten durchsucht. Grund war der Verdacht des Einschleusens von Ausländern. Wie Friedrich Blaschke von der Bundespolizei in Weil am Rhein bestätigt, be-steht der Verdacht, dass die insgesamt sechs Verdächtigen – fünf Männer im Alter zwischen 40 und 64 Jahre und eine 49-jährige Frau – für vornehmlich indische Staatsbürger eine Heirat mit EU-Bürgerinnen organisiert haben. Die Männer sollen dazu von den Verdächtigen ein- und ausgeschleust worden sein. Ziel war, durch die Scheinehe eine Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis in Deutschland zu erhalten.

Auslöser der Ermittlungen waren anonyme Hinweise

Bei den Durchsuchungen sei umfangreiches Beweismaterial sichergestellt worden – Unterlagen und elektronische Geräte sowie ein mittlerer fünfstelliger Bargeldbetrag. Von der Auswertung der Beweise erhoffen sich die Ermittler nun Aufschluss darüber, um wie viele Fälle es sich handelt und wie und in welchem Ausmaß die Vorgänge organisiert waren. Die Ermittlungen dazu laufen schon seit Ende 2019. Auslöser seien anonyme Hinweise gewesen, so Blaschke.

In Freiburg waren Wohnungen im Stadtteil Weingarten betroffen, außerdem ein Restaurant an der Bertoldstraße. An dem Einsatz, der von der Bundespolizei in Weil am Rhein und der Freiburger Staatsanwaltschaft koordiniert wurde, waren bundesweit rund 200 Beamtinnen und Beamte beteiligt. Neben den Immobilien in Freiburg wurden auch Wohnungen in Berlin, Niedersachsen und Bayern durchsucht. Die Ermittlungen dauern an.