Proteste gab es nur in Liedform

Yvonne Siemann

Von Yvonne Siemann

Fr, 26. Juli 2019

Weil am Rhein

Für sein kreatives Sommerfest zum Ende anspruchsvoller Projekttage erntet das OGW viel Lob.

WEIL AM RHEIN (ysie). Die unterschiedlichsten Aktivitäten haben die Schüler des Oberrheingymnasiums (OGW) während der Projekttage realisiert. Die Ergebnisse präsentierten sie jüngst beim Sommerfest Mitschülern, Lehrern und Eltern.

Zur Begrüßung spielte die 5b Lieder auf der Ukulele, gefolgt von Protestsongs, die eine Projektgruppe selbst geschrieben hatte. Danach konnte man in den Klassenzimmern auf Entdeckungsreise gehen. Mit Szenen aus "Herr der Diebe" wurden die Zuschauer nach Venedig in ein altes Theater entführt.

Dicht gedrängt verfolgten die Besucher auch die Breakdance-Show sowie Techniken zur Selbstverteidigung, die im Bewegungsraum demonstriert wurden. Ruhiger zu und her ging es bei "Weil (neu) entdecken!" Dabei konnte man ein Brettspiel ausprobieren, bei dem es darum ging, Fragen zu beantworten wie "Wann wurde die Friedensbrücke gebaut?" oder "Wie hoch ist der Schlaichturm? Auch im Schachzimmer herrschte eine konzentrierte Atmosphäre und im "Escape Room" galt es, als Team in 15 Minuten ein Kunstwerk zusammenzusetzen. Dazu mussten Codes für verschiedene Kästchen geknackt werden, die im Zimmer versteckt waren.

Die Robotikfans fachsimpelten über Farbsensoren und zeigten, wie ihre Lego-Roboter Würfel aufnehmen und einen Parcours abfahren. Im Schulhof reparierten die Mitarbeiter der Fahrradwerkstatt Zweiräder. Drei Vormittage lang hatte schließlich die Bridge-Gruppe geübt – länger hätten sich die zehn Teilnehmer auch nicht konzentrieren können, meinte Lehrer Florian Reckermann, der selbst im Lörracher Bridge-Club ist. Beim Anblick der Schüler, die ganz bei der Sache waren, konnte er sich vorstellen, dass es nächstes Semester eine Bridge-AG gibt.

In der Aula konnte man das OGW-Jahresheft und Buttons erwerben. Decken und andere selbstgenähte Kreativarbeiten aus Stoff waren ebenso ausgestellt wie Skulpturen aus Lehm und Stroh, die zwei Schülerinnen selbst hergestellt hatten. Und an den Fotowänden mit Landschaftsfotografien konnte man abstimmen, ob einem nun das Foto von der Weinbergschnecke oder der abgelichtete Frosch besser gefiel. Eine Projektgruppe hatte die Verpflegung der Festbesucher vorbereitet, die mit Tapas verwöhnt wurden.