Radweg nach Umkirch soll breiter werden

Mario Schöneberg

Von Mario Schöneberg

Di, 08. Dezember 2020

Gottenheim

Ratsbeschluss in Gottenheim.

Die Verbreiterung des Radwegs nach Umkirch soll in Angriff genommen werden. Hierfür sprach sich der Gottenheimer Gemeinderat einstimmig in seiner jüngsten Sitzung aus. Die Gemeinde hofft dabei auf bis zu 90 Prozent Fördermittel.

"Wie verfahren wir in Sachen Radwegverbindung weiter, wenn die Straße nach Umkirch als Gemeindeverbindungsweg herabgestuft worden ist?", fragte Bürgermeister Christian Riesterer. Der im Sommer vom Land angelegte, nur 1,60 Meter breite Straßenbegleitweg sei deutlich zu schmal für einen Radweg mit Begegnungsverkehr. Es habe Beschwerden über gefährliche Situationen gegeben. Nach aktuellen Regelwerken sollte ein solcher Radweg mindestens 2,50 Meter Breite aufweisen, besser sogar drei Meter.

Eine Anfrage beim Regierungspräsidium (RP) habe ergeben, dass eine Verbreiterung des Radwegs, die von den Gemeinden Gottenheim und Umkirch getragen werden müsste, vom Land mit bis zu 50 Prozent gefördert werden könnte, erklärte Riesterer. Neu sei zudem ein Förderprogramm des Bundes namens "Stadt und Land", das gerade erarbeitet werde. Damit, so Riesterer, wären laut RP Fördermittel von bis zu 90 Prozent der Kosten möglich. Nach einem ersten Entwurf würden sich die Kosten für die Radwegverbreiterung auf rund 355 000 Euro belaufen, davon seien mehr als 55 000 Euro der Anteil für Baugrunduntersuchung, Vermessung und Planung. Rund 1,6 Kilometer der Verbindungsstraße lägen auf Gottenheimer Gemarkung, ein weiterer Kilometer gehöre zu Umkirch. Im günstigsten Fall würde somit der auf drei Meter verbreiterte Radweg Gottenheims Gemeindekasse mit 22 000 Euro belasten.

Im Gemeinderat stieß die Idee, den Radweg auszubauen, auf positive Resonanz. Miriam Engelhardt (Frauenliste) regte an, die Straße generell als Fahrradstraße auszuweisen, auf der nur noch Anlieger mit Kraftfahrzeugen fahren dürften. Damit bekäme man auch Schleichverkehr aus dem Ort heraus. Manuel Maucher (FBL) merkte an, dass auch die Fördermittel von den Steuerzahlern aufgebracht werden müssten. Und ein Radwegbau ermögliche weiterhin hohe Autogeschwindigkeiten auf der Straße.