Kampf gegen Resistenzen

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Sa, 21. November 2020

Gesundheit & Ernährung

Projekt unter Leitung Freiburgs.

Ein Projekt unter Leitung des Universitätsklinikums Freiburg (Abteilung Infektiologie) soll die infektionsmedizinische Versorgung in kleineren und mittleren Krankenhäusern verbessern. Der Gemeinsame Bundesausschuss, das höchste Gremium der Selbstverwaltung im deutschen Gesundheitswesen, fördert das Projekt mit 3,2 Millionen Euro, wie die Uniklinik mitteilt. Innerhalb von drei Jahren sollen so in zehn baden-württembergischen Krankenhäusern Schulungen etabliert werden. Ziel ist, Infektionen besser zu behandeln und das Entstehen multiresistenter Erreger zu vermeiden. Teilnehmende Klinika in Südbaden sind das St. Josefskrankenhaus in Freiburg, das Krankenhaus Emmendingen sowie das Schwarzwald-Baar Klinikum in Villingen-Schwenningen.

Die Zahl der Infektionen steigt – auch diejenigen, die durch resistente oder multiresistente Bakterien verursacht werden. In anderen Ländern werde bereits seit Langem auf das Fachwissen von Infektiologen sowie Antibiotic Stewardship-Programme gesetzt, so die Uniklinik. Sie haben den möglichst zielgerichteten und verantwortungsvollen Einsatz insbesondere von Antibiotika zum Ziel. An der Uniklinik Freiburg sei ein solches Programm bereits vor rund 20 Jahren entwickelt worden, heißt es in der Mitteilung. Dort entwickelte Fortbildungen zum Antibiotika-Einsatz werden bundesweit angeboten. "Mit dem jetzt bewilligten Projekt kann der Wissenstransfer strukturiert ausgebaut werden, um die Patienten auch in der Fläche bestmöglich zu versorgen", sagt Robert Thimme, Ärztlicher Direktor der Klinik für Innere Medizin II.