"Eine Niere kann ein Freund spenden"

Bernhard Walker

Von Bernhard Walker

Mi, 04. Februar 2015

Deutschland

BZ-INTERVIEW mit dem Medizinethiker Ralf Jox über die Maßstäbe für eine Organspende und den illegalen Organhandel.

BERLIN. Unsere Magazingeschichte "Der Kauf seines Lebens" über den illegalen Kauf einer Spenderniere (BZ vom 31.1.2015) hat bei vielen Lesern Fragen aufgeworfen. Im Gespräch mit dem Münchener Arzt und Philosoph Ralf Jox macht dieser klar: Illegaler Organkauf ist ethisch falsch. Jox mahnt allerdings grundlegende Änderungen im System der Organspende an. Mit Jox sprach Bernhard Walker.

BZ: Herr Jox, können Sie es verstehen, wenn sich ein Kranker aus den Industriestaaten von einem Armen – sei es in Asien oder in Afrika – ein Organ kauft?
Ralf Jox: Ich sehe die schwere Lage, in der sich Kranke befinden können. Und deshalb verstehe ich, dass jemand, der sich ein Organ kauft, gerne eine öffentliche Debatte entfachen möchte, ob man seine Entscheidung nicht anders bewerten sollte, als dies bisher der Fall ist. Wir sollten aber bei dieser Bewertung bleiben. Und die besagt, dass wir es als Gesellschaft nicht billigen, andere Menschen als bloßes Mittel zum Zweck zu sehen und sich die Armut anderer Menschen zu Nutze zu machen. Organhandel ist ...

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