Aufmöbeln für den Verkauf

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Sa, 10. Oktober 2020

Haus & Garten

Der gute erste Eindruck zahlt sich aus.

Der erste Eindruck zählt, auch beim Hausverkauf. Um die Schokoladenseite einer Immobilie hervorzuheben, ist aber keine komplette Sanierung nötig. Oft reichen schon kleine Handgriffe, um sie optimal in Szene zu setzen. Worauf Eigentümer vor dem Hausverkauf achten sollen, erläutert Kathrin Milich von der Bausparkasse Schwäbisch Hall.

Wer seine Immobilie verkauft, will den bestmöglichen Preis erzielen. Bleibt die Frage: Wie viel sollten Eigentümer für einen besseren Verkaufspreis noch investieren? An Lage und Alter lässt sich nichts ändern, am äußeren Erscheinungsbild und der Ausstattung dagegen schon. Welche Maßnahmen lohnen sich also kurz vor dem Hausverkauf, welche eher nicht?

Kosten und Nutzen abwägen
Vor dem Verkauf kann ein Wertermittlungsgutachten eine Orientierung geben, auch ein erfahrener Makler kann einschätzen, in welcher Relation zur Marktsituation und möglichen Wertsteigerung eine Renovierungsmaßnahme steht. Größere Maßnahmen, etwa eine grundlegende energetische Sanierung, machen sich in der Regel erst mittel- bis langfristig bezahlt. "Kleinreparaturen wie der Austausch eines defekten Lichtschalters lassen sich hingegen über einen höheren Verkaufspreis wieder einspielen", so Expertin Milich. "Clever handeln daher die Eigentümer, die nachhaltig in die Wertsteigerung investieren und kurzfristig im Detail verschönern."

Immobilie optisch aufwerten
Auf den ersten Blick sichtbare Schönheitsfehler – beispielsweise Tapeten, die sich von den Wänden lösen – können bei Käufern in spe einen Eindruck von Vernachlässigung erwecken. "Wenn auch unbewusst, geht der Interessent tendenziell davon aus, dass das Objekt noch mehr Makel aufweist", erklärt die Milich. Deshalb können auch Kleinigkeiten über tausend Euro über eine Zu- oder Absage entscheiden. "Hinzu kommt, dass Kaufinteressenten die Kosten für Renovierungen, selbst wenn es einfache Dinge sind, häufig höher einschätzen, als sie es tatsächlich sind", so Milich. "Natürlich vergrößern Mängel immer auch den Verhandlungsspielraum." Aus Verkäufersicht besonders effizient sind deshalb alle optischen Maßnahmen wie frisch gestrichene Wände und Heizkörper oder auch ein gepflegter Garten.

Luxus ist Geschmacksache
Auch wenn sich durch neue oder gehobene Ausstattung womöglich ein besserer Preis erzielen lässt: Die Investition in Luxuseinrichtung wie eine teure Designerküche zahlt sich beim kurzfristigen Verkauf meistens nicht in entsprechender Höhe aus. "Solche Details hängen außerdem zu stark vom individuellen Geschmack ab und können eine Einigung zwischen Käufer und Verkäufer erschweren", sagt die Expertin von Schwäbisch Hall.