Stromstau ab Windstärke 6

Toralf Staud

Von Toralf Staud

Sa, 12. Dezember 2009

Bildung & Wissen

Schon jetzt treten sie sich im Netz auf die Füße: Warum Kernkraft und Windenergie sich nicht vertragen / Von Toralf Staud

Die Zukunft der deutschen Stromversorgung kann man sich in einem unscheinbaren, vierstöckigen Industriebau in Berlin-Marzahn anschauen. Von hier aus steuert die Firma Vattenfall Europe Transmission (VET), eine Tochter des schwedischen Energieriesen, ihr Hochspannungsnetz in den fünf neuen Länder plus Berlin und Hamburg. Die Flure zur Schaltwarte sind videoüberwacht, den Zugang sichert eine Schleuse aus Plexiglas. Dahinter herrscht konzentrierte Emsigkeit.

Vor einer Anzeigetafel, groß wie eine Kinoleinwand, sitzen vier Ingenieure an Computern. Schematisch ist an der Wand das VET-Netz dargestellt. Linien aus roten und grünen Leuchtdioden zeigen den Status der Hochspannungsleitungen an. Für jedes angeschlossene Kraftwerk verrät eine Digitalanzeige die derzeit eingespeiste Leistung. An den Kuppelstellen zu Nachbarnetzen ist abzulesen, ob Strom ex- oder importiert wird. Links oben zeigt eine grüne Zahl, dass alles glatt läuft: "49,994 Hz” steht da. Die Frequenz im Netz entspricht also fast der Norm von 50 Hertz – doch dies ist immer schwerer zu erreichen.

Das deutsche Stromnetz ist in vier Regelzonen unterteilt, die von Töchtern der Energieriesen Eon, RWE, Vattenfall und EnBW betrieben werden. Sie sind für die Versorgungssicherheit verantwortlich, sie müssen die Einspeisung durch Kraftwerke auf den ...

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