Erklär’s mir

Warum ist der Uluru den Ureinwohnern wichtig?

Stephanie Streif

Von Stephanie Streif

Mo, 07. Oktober 2019 um 14:21 Uhr

Erklär's mir

Mitten in der Wüste Australiens liegt der Berg Uluru. Er ist eines der berühmtesten Wahrzeichen Australiens.

Kein Wunder, denn der drei Kilometer lange und knapp 350 Meter hohe Berg steht ziemlich auffällig in der platten Landschaft. Außerdem verändert er seine Farbe: Mal ist er gelb, mal rot – je nachdem, wie die Sonne auf ihn scheint. Der Name Uluru kommt aus der Sprache der Aborigines, den ersten Einwohnern Australiens. In der Gegend um den Uluru haben sich die Aborigines den Namen Anangu gegeben. Ihnen ist der Uluru heilig. Sie glauben, dass göttliche Wesen vor langer Zeit die Erde erschufen und an manchen Orten ihre Energie hinterließen. Ihrem Glauben nach war der Uluru das Zuhause der mystischen Regenbogenschlange, die nicht nur Berge und Täler formte, sondern auch die Hüterin des Wassers ist.

Weil der Berg für viele Ureinwohner etwas ganz Besonderes ist, wollen sie nicht, dass Touristen darauf herumlaufen. Seit Jahren machen sie mit Hinweisschildern darauf aufmerksam, dass der Berg doch bitte nicht bestiegen werden soll. Vielen Touristen ist das aber egal. Zehntausende steigen jährlich trotzdem hinauf. Doch damit ist jetzt Schluss, denn das Kletterverbot, das bereits vor zwei Jahren beschlossen wurde, soll Ende Oktober umgesetzt werden.