Chleigrütgraben

Der Rheinuferrundweg bei Rheinfelden bekommt eine neue Schleife

Horatio Gollin

Von Horatio Gollin

Di, 18. Februar 2020 um 17:47 Uhr

Rheinfelden

Auf Schweizer Seite fällt der Startschuss für zwei Aufwertungen im Rahmen der IBA 2020. Neben der Erweiterung des Rundwegs wird die Passage beim Grand Hôtel des Salines aufgewertet.

Mit dem Wanderrundweg Chleigrütgraben bekommt der Rheinuferrundweg eine Extraschleife auf Höhe des Kraftwerks. Auch die Rheinuferpassage unter dem ehemaligen Grand Hôtel des Salines wird optisch aufgewertet.

Auf dem Rheinuferrundweg finden zur Internationalen Bauausstellung (IBA) 2020 gleich drei Projekte auf Schweizer Seite statt. Noch in der Detailplanung steckt die Aussichtsplattform am früheren Brückenkopf des Rheinstegs, doch für die zwei Projekte Wanderrundweg Chleigrütgraben und Aufwertung der Rheinuferpassage erfolgte heute der Start. Stadtammann Franco Mazzi führte aus, dass 2010 die beiden Rheinfelden den Rheinuferrundweg bei der IBA als Projekt eingebracht haben. Da mehrere deutsche, französische und Schweizer Kommunen Projekte planten, hielt die IBA die Kommunen an, über ihre Gemeindegrenzen hinaus zu denken und die Projektgruppe Rheinliebe bildete sich. Noch enger zusammen arbeiten zehn Kommunen von Grenzach-Wyhlen bis Stein am Rhein im IBA-Projekt Rheinuferweg extended.

Zwei Kilometer lange Extraschlaufe

Rund 500.000 Franken sind für die Projekte veranschlagt. Mit 50.000 Franken ist der Wanderrundweg Chleigrütgraben das Kleinste. Mit einer knapp zwei Kilometer Extraschlaufe wird ein Aussichtspunkt über dem Wasserkraftwerk erschlossen, erklärte Kurt Steck, Leiter der Forstverwaltung aus. Der Weg soll so ausgebaut werden, damit Familien auch mit dem Kinderwagen die Steigung schaffen. Der Aussichtspunkt bietet einen Blick über das Gwild im Rhein und auf das Umgehungsgewässer. Für die Rast wird eine Bank aufgestellt und das Unternehmen Energiedienst stellt eine Informationstafel auf. Auf eine Feuerstelle wurde bewusst verzichtet, sagte Steck. Im März beginnen die Arbeiten, die nach wenigen Wochen abgeschlossen sein werden.

Für die Aufwertung der Rheinuferpassage unter dem ehemaligen Grand Hôtel des Salines hatte die Stadtverwaltung einen Ideenwettbewerb vorgenommen. Stephan Eglin, Projektleiter Hochbau und Projektkoordination IBA 2020 bei der Stadtverwaltung, erklärte, dass 27 Vorschläge eingereicht wurden. Die Kosten sind mit 150.000 Franken kalkuliert. Der Siegervorschlag erzeugt mit einer schwarz-weiß gestreiften Bodengestaltung aus Straßenmarkierungsfarbe ein künstliches Schattenspiel in der Passage. Das Geländer und die Decke werden saniert und eine neue Lichtinstallation wird eingebaut. Während der Maßnahme kann es zur Sperrung der Passage kommen. Im Mai soll das Projekt abgeschlossen sein. Die offizielle Einweihung der Projekte findet im Sommer statt. Anstelle eines traditionellen Spatenstichs griffen Mazzi und Eglin zur Malerrolle.