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Riesenschildkröte Flunder im Karlsruher Zoo gestorben

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Mi, 19. Juni 2019 um 12:01 Uhr

Südwest

Sie war die älteste Bewohnerin des Zoos, 150 Kilo schwer und über 70 Jahre alt: Die Seychellen-Riesenschildkröte Flunder musste eingeschläftert werden. Ein Zooleiter bezeichnet sie als "Charaktertier".

Der älteste Bewohner des Karlsruher Zoos ist tot. Die Seychellen-Riesenschildkröte Flunder musste am Montag eingeschläfert werden, wie der Zoo mitteilte. Das circa 150 Kilogramm schwere Tier wurde über 70 Jahre alt.

Die Schildkröte hätte seit einigen Tagen die Nahrungsaufnahme eingestellt, heißt es in einer Pressemitteilung des Zoologischen Gartens. Ihre Blutwerte seien immer schlechter geworden. "Der Allgemeinzustand des Tiers hat sich dann rapide verschlechtert, es gab ein multiples Organversagen. Um die Schildkröte nicht lange leiden zu lassen, mussten wir sie einschläfern", erläutert Zootierärztin Julia Heckmann.

19 Jahre im Bochumer Exil

"Flunder war ein absolutes Charaktertier", erinnert sich Dr. Clemens Becker, der stellvertretende Zooleiter. 1976 hatte der Karlsruher Zoo die Schildkröte von einem Privathalter übernommen. Ungewöhnlich war ihr flacher Panzer, der vermutlich auf nicht optimale Haltungsbedingungen zurückging. Auch in Karlsruhe war vorübergehend keine tiergerechte Haltung möglich, weshalb Flunder 19 Jahre lang im Bochumer Zoo lebte.

2016 kehrte sie zurück in den Süden. Dort habe sie, so der Karlsruher Zoo, mit drei weiteren Riesenschildkröten gemeinsam in einer großen Innenanlage gelebt, die im Sommer durch eine Außenfläche ergänzt gewesen sei. Die meiste Zeit habe sich Flunder jedoch im großen Wasserbecken aufgehalten.