BZ-Fragebogen

Roswitha Hog leitet ehrenamtlich die katholische Bücherei in Freiburg-Hochdorf

Claudia Füßler

Von Claudia Füßler

Do, 18. August 2022 um 00:02 Uhr

Hochdorf

Seit 30 Jahren arbeitet Roswitha Hog (66), ehrenamtlich in der katholische Bücherei St. Martin in Hochdorf. Ihr Herzensanliegen ist die Leseförderung.

Büchereien und Buchhandlungen ziehen Roswitha Hog magisch an. Kein Wunder: Seit inzwischen 30 Jahren arbeitet sie ehrenamtlich in der öffentlichen katholischen Bücherei St. Martin in Hochdorf und leitet jetzt das 25 Frauen und Männer starke Team, bei ihr laufen alle Fäden zusammen. Die 66-Jährige ist in St. Märgen aufgewachsen, hat Industriekauffrau gelernt und beim Bildungswerk der Erzdiözese Freiburg gearbeitet. Hog hat drei Söhne und lebt in Hochdorf.

Was war die größte Veränderung in den drei Jahrzehnten?
Als ich angefangen habe, hatten wir einen Ausleihbetrieb mit Karteikarten, Stempeln und Fristenzetteln. 1999 haben wir mit der Digitalisierung begonnen, davon profitieren wir heute sehr. Und natürlich, dass die Bücherei 2018 in einen barrierefreien Neubau ziehen konnte.

Welches Thema liegt Ihnen besonders am Herzen?
Die Leseförderung. Wir führen seit 15 Jahren Kinderveranstaltungen durch, insgesamt haben bei uns 670 Kinder den Bibliotheksführerschein gemacht. Das finde ich großartig, denn was gibt es Schöneres, als ein Buch in den Händen zu halten und in einer Geschichte zu versinken?

Was wollten Sie als Kind werden?
Krankenschwester.

Ihr Lieblingsplatz in Freiburg?
Der Seepark.

Ihr Lieblingslokal in Freiburg?
Der "Bären" in der Hofackerstraße.

Worüber können Sie herzhaft lachen?

Über gute Witze, Kindermund und auch über mich selbst.

Was machen Sie gerne in Ihrer Freizeit?

Lesen – das muss ja sein, wenn ich in der Bücherei arbeite – und Musikhören.

Welches Buch hat Sie in jüngster Zeit am meisten beschäftigt?
" In den Wäldern der Biber" von Franziska Fischer.

Wann waren Sie zuletzt in der Kirche?

Vor zwei Wochen.

Wann waren Sie zuletzt im Kino?
Das ist echt lange her. Der Film hieß "25km/h".

Welche Musik hören Sie gerne?
Klassik, Rock’n’Roll, Abba, aber auch Schlager.

Ihre Lieblingsinternetseite?
http://www.bibkat.de/stm-hochdorf

Haben Sie ein Vorbild?
Meine Eltern. Sie hatten die Einstellung, als wir Geschwister im ausbildungsfähigen Alter waren, dass auch die Mädchen eine Ausbildung machen müssen.
Wovor haben Sie Angst?
Vor Krankheit und Krieg, vor hohen Türmen mit offenen Treppen und "lausigen" Geländern.

Was mögen Sie an sich selbst?
Mein Organisationstalent, meine Kommunikation und Offenheit, dass ich gut zuhören kann.

Was bringt Sie auf die Palme?
Wenn nach endloser Diskussion Themen zerredet werden, ohne auf den Punkt zu kommen.

Wo machen Sie gerne Urlaub?
In Deutschland. Es gibt so schöne Ecken und Gegenden, die sehens- und besuchenswert sind.

Sie bekommen eine Zeitreise geschenkt – wohin reisen Sie?
50 Jahre in die Zukunft: Wie erleben wir bis dahin neue Techniken, neue Mobilität – wie steht es mit unserer Erde?

Ihre Traum-Schlagzeile?
"Bücherei Hochdorf: Sensationelle Ausleihzahlen – neue Leser*innen stürmen die Bücherei."

Angenommen, Sie gewinnen bei Jauch eine Million. Was machen Sie damit?
Ich unterstütze meine Kinder, schaue, dass ich im Alter finanziell gut abgesichert bin. Dann habe ich bestimmt noch weitere gute Ideen.

Bitte vervollständigen Sie: Am Herd gelingt mir am besten ...
... die Schnitzelpfanne, die kann schon 48 Stunden vorgerichtet werden, bevor die Gäste kommen. Und im Backofen "die Wickeltorte".

Die Zeit vergesse ich, wenn ...
... ich ein total spannendes Buch lese.

Einmal im Leben will ich unbedingt ...
... die Nordlichter sehen.

Als Oberbürgermeisterin von Freiburg würde ich ...
... auch den nichtstädtischen öffentlichen, auch kirchlichen Büchereien jährlich einen großzügigen Zuschuss zukommen lassen, damit allen unbeschwertes Lesevergnügen beschert wird.