Erste Bilanz

Ruhige Silvesternacht für Freiburger Polizei und Rettungsdienste

Stephanie Streif

Von Stephanie Streif

Fr, 01. Januar 2021 um 11:41 Uhr

Freiburg

Freiburg ist ungewohnt ruhig ins neue Jahr gestartet. Die Polizei zeigte sich zufrieden, und die Feuerwehr hatte nur einen echten Einsatz – kein Vergleich zum Stress in den Vorjahren.

Die erste Nacht des neuen Jahres ist in Freiburg friedlich zu Ende gegangen. Es sei sehr, sehr ruhig gewesen, so die Bilanz von Polizeipressesprecher Michael Schorr. Ihn habe selbst überrascht, wie ruhig. Darum hat er am Neujahresmorgen noch einmal alle Reviere durchtelefoniert. Die Bilanz: Eine größere Schlägerei im Stadtteil Weingarten, eine geringe Anzahl von Trunkenheitsfahrten und nur wenig Verstöße gegen die Corona-Verordnung. "Selbst das Pyrotechnik-Verbot im öffentlichen Raum wurde weitgehend befolgt", so Schorr. Es habe nur ganz wenige Verstöße gegeben. Auf zwei Plätzen in der Stadt sei man trotz Ausgangsverbot auf drei Personen gestoßen. "Allesamt Journalisten", so Schorr. Diese seien beruflich unterwegs gewesen, um nachzusehen, ob nicht irgendwo doch Menschen zum Feiern in der Stadt zusammenkommen.

Deutlich weniger Feuerwehreinsätze als im Vorjahr

Im Großen und Ganzen sei es eine ruhige Nacht gewesen, so Rainer Pfundstein von der Feuerwehr Freiburg. Vier Feuerwehreinsätze habe es im Stadtgebiet gegeben, drei seien durch Brandmeldeanlagen der Integrierten Leitstelle gemeldet worden, die sich allerdings als Täuschungsalarm herausstellten. Kurz vor ein Uhr in der Nacht musste die Feuerwehr ausrücken, um einen Fahrradunterstand zu löschen. Im vergangen Jahr hat es nach Auskunft Pfundsteins 19 Brandeinsätze der Freiburger Feuerwehr gegeben.

Auch der Rettungsdienst musste vergangene Nacht seltener ausrücken als in früheren Jahren: Es war "der ruhigste und unspektakulärste Jahreswechsel seit Jahren", so Matthias Reinbold, Pressesprecher des DRK-Kreisverbands Freiburg. "Es gab keinen Einsatz, der in irgendeiner Weise herausstach." 40 Mal sei der Rettungsdienst zwischen Silvesternachmittag und Neujahrsmorgen gerufen worden – unter anderem wegen Alkoholvergiftungen, Stürzen, Brüchen und einer Silvesterböller-Verletzung.

Leichte Verletzung mit Feuerwerkskörper in Freiburg

Die Zahl 40 beziehe sich zudem nicht nur auf das Stadtgebiet, denn – so die Erklärung Reinbolds, "die Hilferufe, die bei der Integrierten Leitstelle eingingen, kommen nicht nur aus Freiburg, sondern auch aus dem Landkreis." Die Verletzung mit dem Feuerwerkskörper passierte nach Auskunft Reinbolds in Freiburg. Wo dort, wollte der DRK-Sprecher nicht sagen. Nur so viel: Es sei keine besonders schwere Verletzung gewesen.