Sägenlärm im Alten Grün

Ilona Hüge

Von Ilona Hüge

Mi, 15. September 2021

Kenzingen

Das achte Holzbildhauersymposium wurde am Montag im Kenzinger Bürgerpark eröffnet.

. Das achte Holzbildhauersymposium hat begonnen: Am Montagnachmittag wurde das Symposium offiziell eröffnet, bei bestem Wetter und vor vielen Gästen. Eine Woche lang werden sieben Künstler Skulpturen aus Holz schaffen und sich dabei im Bürgerpark "Altes Grün" zusehen lassen.

Alle zwei Jahre wird das Alte Grün zum Ort der Begegnung, von Kunstschaffenden untereinander, von Künstlern und interessierten Bürgern und von den Teilnehmern mit jungen Gästen beim Besuch von Schulklassen und Kita-Gruppen. Das inzwischen achte Holzbildhauersymposium der Stadt Kenzingen steht unter dem Titel "Sehnsucht nach... " Bürgermeister Matthias Guderjan und Revierleiter Johannes Kaesler eröffneten das Symposium am Montagnachmittag. "Ich freue mich auf Leben und Kultur im Bürgerpark", sagte der Bürgermeister, und bat die Anwohner um Verständnis, wenn es ein paar Tage Motorsägen-Lärm gibt.

Fünf Künstler und zwei Künstlerinnen machen mit: Zwei sind zum ersten Mal dabei, die anderen waren bereits ein Mal oder mehrfach beim Holzbildhauersymposium im Kenzinger Bürgerpark. Peer Olivier Nau ist der "Rekordhalter" mit vier Teilnahmen. Seine Werke wie das "Tor zum Paradies" (2019) oder der "Einhornmops" (2017) blieben im Gedächtnis. 2021 soll es wieder etwas Besonderes geben: Der Bauhof der Stadt war dafür im Vorfeld zwei Tage an der Arbeit, verriet Johannes Kaesler.

Michael Lubasch aus der Pfalz und Silvio Ukat, der in Glauchau lebt, waren bereits bei früheren Symposien. Von Lidia Rosinska aus Polen und ihrem früheren Aufenthalt in Kenzingen stammt die Skulptur "Himmelwärts" im Bürgerpark, von Lukas Schmid die "Bücher", die als Wegweiser in einem Kenzinger Ortsteil stehen. Neu dabei ist Marketa Varadiova. Die gebürtige Tschechin studierte unter anderem in Vilnius und Bratislava. Roman Manevic, in Alma-Ata geboren und seit 1994 in Deutschland, ist mit 80 Jahren der Senior unter den Teilnehmern. "Seine Skulpturen stehen überall auf der Welt", sagte Bürgermeister Matthias Guderjan. Jetzt wird ein Werk auch in Kenzingen zu sehen sein.

Das "Alte Grün" soll in der Woche des Holzbildhauersymposiums zum Treffpunkt werden. Dafür hat die Stadt ein Rahmenprogramm zusammengestellt. Am Mittwoch sind ab 19 Uhr "Drums & Pipes" der Feuerwehrkapelle Riegel im Park, am Freitag findet ab 18 Uhr eine Weinpräsentation statt. Am Samstagabend werden Park und Skulpturen mit einer "Licht & Ton Show" ab 20 Uhr in Szene gesetzt. Das Symposium endet am Sonntag mit der Finissage um elf Uhr, bei der die Künstler ihre Werke vorstellen.